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									Fan-Fics - Yuma City - Das Forum im Neuen Grenzland				            </title>
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            <description>Yuma City - Welcome Home, Star Sheriffs</description>
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                        <title>Heimliche Gefühle</title>
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                        <pubDate>Mon, 21 Oct 2024 21:24:43 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Titel: „Heimliche Gefühle“ Autor: April_Eagle_WilcoxBeitrag zur Valentinsaktion 2021 von „Yuma-City.de“Thema: Saber Rider and the Starsheriffs / Seijushi Bismarck Genre: Sci-Fi / Western / R...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><span>Titel: „Heimliche Gefühle“ </span><br /><span></span><span>Autor: April_Eagle_Wilcox</span><br /><span></span><span>Beitrag zur Valentinsaktion 2021 von „Yuma-City.de“</span><br /><span></span><span>Thema: Saber Rider and the Starsheriffs / Seijushi Bismarck </span><br /><span></span><span>Genre: Sci-Fi / Western / Romance</span><br /><span></span><span>Alterskennzeichnung: P12</span><br /><span></span><span>Art: One Shot</span><br /><span></span><span>Credits: Alle Charaktere, Orte und Institutionen gehören Studio Pierrot und WEP. Deutscher Lizenzhalter ist der Herausgeber inzwischen Crunchyroll vorher(Anime House). Ich verdiene kein Geld mit dieser Fanfiction.</span><br /><span></span><br /><span></span><span>***************************************</span><br /><span></span><br /><span></span></p>
<div class="user_center">Heimliche Gefühle</div>
<p><br /><span></span><br /><span></span><span>Der letzte Kampf war anstrengend gewesen. Erneut waren Verpflegungskonvois im All von den Outrider angegriffen worden, die einige Raumstationen hätten versorgen sollen. Den  Star Sheriffs war es aber wieder einmal gelungen, den Gegner in die Flucht zu schlagen und  gaben einem erneuten Transport sicheres Geleit bis zum Zielort. Somit konnten sie auch diese Mission positiv abschließen und bekamen von Commander Eagle die frohe Botschaft, erst in fünf Tagen auf Yuma erwartet zu werden. </span><br /><span></span><br /><span></span><span>Das Team hatte daraufhin auf dem Rückweg einen Zwischenstopp eingelegt. Sie durften heute und morgen ein paar Überstunden abbummeln und es langsam angehen lassen, bevor sie den längeren Flug zum Heimatplaneten einschlagen mussten. Das hatten sie sich redlich verdient. Und so hatten sie Ramrod etwas abseits vor den Toren der Stadt Serenity abgestellt.</span><br /><span></span><br /><span></span><span>Überrascht hatten sie festgestellt, dass es hier im Vergleich zu Yuma Sommer war, und das im Februar. Zu Hause in Yuma City lag gerade Schnee. Die vier beschlossen, das sonnige Wetter auszunutzen, heute zusammen zu grillen und dabei im Schatten des Friedenswächters zu picknicken. Endlich mal etwas anderes, als das, was sie sonst zu essen hatten, und es blieb etwas Zeit zum Ausspannen. Das hatten die Star Sheriffs auch dringend nötig. Der letzte Urlaub war schon ewig her und sie waren ausgelaugt.</span><br /><span></span><br /><span></span><span>Colt hatte sich bereit erklärt, sich um das Feuer zu kümmern. Zunächst hatte er etwas Holz im angrenzenden Waldstück gesammelt und es dann an der dafür auserkorenen Picknickstelle drapiert. Fireball war heute für den Einkauf zuständig und mit dem Red Fury Racer in den Ort gefahren, während Saber noch seinen Bericht vervollständigen wollte, um dann auch unbekümmert die freie Zeit genießen zu können. </span><br /><span></span><br /><span></span><span>Auch April war noch fleißig und las Ramrods Fehler aus, welche die letzte Schlacht verursacht hatte. Ein paar kleinere Dinge konnte sie selbst beheben, den Rest meldete sie nach Yuma, damit dort alles vorbereitet  werden konnte und die Ersatzteile bei Ankunft bereit stehen würden. Aber nun war auch endlich ein Ende in Sicht und so freute auch sie sich, schon bald Feierabend machen zu können.  </span><br /><span></span><br /><span></span><span>So hatte Colt noch etwas Zeit, hier im Grünen allein zu sitzen, ließ die Seele baumeln und genoss die Sonne. Es war doch ganz was anderes, als tagelang mit Ramrod  irgendwo im All zu sein. Er hing noch etwas seinen Gedanken nach, doch irgendwann zog er einen gefalteten Brief aus seiner Jeans, den er als einen weiteren Versuch begonnen hatte, las den bereits verfassten Anfang erneut und begann dann zu schreiben. Und heute wollte es ihm endlich gelingen:</span><br /><span></span><br /><span></span><em><span class="user_italic">Hallo Süße,<br />ich weiß gar nicht, warum ich hier diese Zeilen aufs Papier kritzle, denn Du wirst diesen Brief nie lesen können. Außerdem ist es sowieso ein Wunder, dass ich überhaupt einen Brief schreibe. Ich?! Das passt gar nicht zu mir – irgendwie. <br /><br />Ach, ich weiß auch nicht.<br />Eigentlich ist es eh blödsinnig: Ich werde ihn dir nie geben und dennoch muss ich so vieles loswerden, weil mir bald der Kopf platzt. Naja, eigentlich nicht der Kopf, sondern mein Herz. <br /><br />Und Du weißt ja auch, dass die meisten Männer sowieso nicht so leicht über Gefühle sprechen können. Wie soll ich die dann auch noch zu Papier bringen?! Und dann auch noch ich, der eh so viel Schmarrn redet und ich, der bei 'ner Frau, die mir gefällt, sowieso keinen Satz gerade aus schafft. <br /><br />Wie oft ich einen an Dich geschriebenen Brief angefangen und frustriert wieder zerrissen habe, geht auch auf keine Kuhhaut mehr! Ich bin einfach kein Mann kluger Worte. <br />Ich weiß nur eins: Kleines, Du hast keine Ahnung, wie es mich mit Dir erwischt hat. Du hast keine Ahnung, wie sehr ich Deine Anwesenheit genieße und sie mir gleichzeitig einfach nur weh tut. Du hast keine Ahnung, wie ich mich jeden Tag mehr und mehr in Dich verliebe und das obwohl Du einfach nur da bist. <br /><br />Dein bezauberndes Lächeln reißt mich mit, in Deinen funkelnden Augen versinke ich immer wieder, Dein Duft benebelt mich jedes Mal, wenn Du an mir vorbei gehst. Ich muss täglich aufpassen, dass ich mich nicht verrate oder verplappere. Gerade ich mit meiner großen Klappe und wo mir jeder Fettnapf „hier“ zuruft. Wie oft ich mir auf die Zunge beiße, kann ich nicht mehr zählen, April. Und das, obwohl ich es am liebsten in die ganze Welt hinausschreien würde, wie du mir den Kopf verdrehst und dass ich Dich will. Ich will Dich, wie ich noch keine Frau je gewollt habe. <br /><br />Ja, Du würdest jetzt sagen: ja, genau und deshalb bist du auch hinter jedem Rock her! Und damit hast Du gar nicht Unrecht. Wie sagt man so schön: ich bin kein Kind von Traurigkeit und habe auch nichts anbrennen lassen. Den Vorwurf muss ich mir gefallen lassen. Und ja, auch jetzt siehst Du mich immer wieder Frauen ansprechen und mehr … allerdings hat sich einiges geändert. Früher war das ein Wetten unter uns jungen Kerlen. Nur wer Erfolg hatte, gehörte dazu. Wer schaffte es, die meisten Mädels zu kriegen? Dann fand ich Geschmack daran und es macht ja auch Spaß. So ist das nicht. Das kann und will ich nicht leugnen.<br /><br />Später war ich plötzlich allein und als Kopfgeldjäger unterwegs. Ich bin auch nur ein Mann und da genoss ich einfach auch die Zweisamkeit, selbst wenn es nie von langer Dauer war, wenn ich ehrlich bin. <br />Und wenn man dann verliebte Pärchen sieht, mitbekommt, wie frühere Schulfreunde und Co einer nach dem anderen feste Partner haben, eigene Familien gründen und man selbst ist immer nur der Weiberheld, merkt man doch, dass irgendwas fehlt. So doof wie ich bin, dachte ich – von allein kommt nix –, irgendwann muss mir ja eine über den Weg laufen, mit der es was Dauerhaftes wird, wenn man nur genug Frauen trifft. Aber Pustekuchen! <br />Versteh mich nicht falsch, es heißt nicht dass ich nur One-Night-Stands hatte, aber mehr als einige Monate bis hin zu 'nem knappem Jahr hat es halt nie gehalten. Irgendwie hab ich auch nie dieses Gefühl erlebt, von dem alle immer labern: wirkliche Liebe und dass die Frau mir „die EINE“ ist.<br /><br />An dieser Stelle würdest Du jetzt vermutlich laut lachen. Und ich könnte es Dir nicht mal verübeln. Du denkst sicher, ich hab keine Ahnung, was Liebe ist – und vielleicht hast Du damit gar nicht so Unrecht. Nein, zumindest seit ich Dich kenne, weiß ich, was Liebe ist, fühle ich es jeden Tag auf schmerzhafte Weise. Dieses Gefühl ist anders als alles, was ich bis dato erlebt hab. Und es wächst von Tag zu Tag. <br /><br />Ich erinnere mich noch genau an den ersten Tag, als wir uns begegnet sind. Damals, als wir uns alle über den Weg gelaufen sind. Erst die Jungs im Hotel und später dann Du und Ramrod. Der Tag, der mein Leben völlig verändert hat. <br /><br />Ich hab euch das nie erzählt, aber in meiner Zeit als Kopfgeldjäger gab es auch harte Zeiten. Sehr harte. Wenn es schlecht lief, hatte ich nicht mal die Kohle, mir etwas zum Beißen zu kaufen oder ein Zimmer zu mieten. Alles, was ich hatte, ist der Bronco, der oft auch als Bett herhalten musste. Aber das Ding brauchte ja auch Treibstoff, sonst konnte ich meinen Job teilweise nicht ausführen und es gab wieder kein Geld und somit nichts zwischen die Kiemen. Ein Teufelskreis. Du hast nichts und du bist nichts. Da will ich nie wieder zurück!<br /><br />Und dann war ich einmal zur richtigen Zeit am rechten Ort. Einmal Glück im Leben und dann dieser Volltreffer! Du weißt nicht, wie oft ich Angst hatte, aufzuwachen und alles wäre vorbei.  Dazu, dass Fire und ich als Zivilisten ohne militärische Ausbildung aufgenommen wurden, war der zweite Glücksfall an diesem Tag. Jackpot!!!<br /><br />Nie hätte ich gedacht, dass sich mein Leben um 180 Grad wenden konnte und ich neben diesem Wahnsinns-Job, mit Einkommen und Dach über dem Kopf dazu noch Freunde fürs Leben gewinnen würde. Und dann bist da noch Du, April. <br /><br />Schon beim ersten Anblick hat es mich erwischt. Der erste Blick in Deine strahlend blauen Augen und mich traf es wie der heiße Blitz. Ich konnte mein Glück sowieso noch nicht fassen und dann Du noch als Kirsche auf der Torte. Wer weiß, ob Du es an meinen blöden Sprüchen und Flirtereien nicht eh schon gemerkt hast, dass Du mich reizt. <br /><br />Aber ich merkte auch schnell, dass Dein Blick jemand anderem galt. Und ich wollte mir diese Chance bei den Star Sheriffs nicht versauen. Soviel Glück kriegt ein Typ wie ich nur einmal im Leben. Ich weiß nicht, ob Saber oder Fireball es Dir je erzählt haben, dass Dein Vater uns damals warnte, seiner minderjährigen Tochter zu nahe zu kommen. Das hat er uns gleich hinter die Löffel schreiben lassen, dass Beziehungen innerhalb einer Crew nicht geduldet werden. Und schon gar nicht zu seinem Ein und Alles.<br /><br />Vermutlich würdest Du jetzt an dieser Stelle ausflippen, wie ich Dich inzwischen kenne, wenn Du von der Unterredung mit ihm erfährst. Ja, Du kannst sehr wohl für Dich selbst reden und brauchst keinen „Aufpasser“. <br />Aber sei gnädig mit Deinem alten Herrn. Ich wäre als Vater vermutlich ähnlich – naja, ich glaub’, noch heftiger. Du warst damals 15 Jahre und mit drei jungen Kerlen monatelang allein unterwegs. Ich weiß nicht, ob ich das überhaupt zugelassen hätte. Wer es selbst faustdick hintern den Lauschern hat, weiß, wie Männer ticken. Gerade, wenn man wochen- oder monatelang in Ramrod aufeinander hockt.<br /><br />Aber das war einer der Gründe, warum ich auf die Bremse gestiegen bin. Bis es dann eh zu spät war und mir Fireball irgendwann gestand, dass er sich in Dich verknallt hat. Tja, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Ich Trottel!<br /><br />Aber auch bei Dir sah ein Blinder mit dem Krückstock, dass die Rennsemmel für Dich mehr als nur ein Kumpel ist und ich wollte Euch auf keinen Fall im Weg stehen. Vermutlich bin ich nicht mal der Mann, der etwas für Dich wäre. Du bist was Besseres gewohnt.<br /><br />Was bin ich schon?! Ein kleiner Cowboy und Kopfgeldjäger – was kann ich Dir schon bieten?! Du bist außerhalb meiner Reichweite, Babe, wenn wir ehrlich sind. Mit Fireball hast du wenigstens den erfolgreichsten Rennfahrer des Neuen Grenzlandes an der Seite, der Dir was bieten kann. Spätestens wenn dieser verdammte Krieg zu Ende ist und er wieder zu seinen Wurzeln geht, hat er ausgesorgt. Er kann Dir das geben, was ich nicht kann.  Außerdem, was willst Du Superbrain auch mit 'nem kleinen Idioten wie mir? <br /><br />Ich kann ja nicht mal meinem Kopf sagen, dass er sich Dich endlich ausschlagen muss. Mein Herz gewinnt ständig dagegen und meine Gefühle für Dich werden immer mehr. Wie oft hätte ich Dich am liebsten gepackt, Dich einfach nur gegen die Wand gedrückt und deine süße, freche Klappe zum Schweigen gebracht, wenn wir uns wieder mal gekabbelt haben? Gerade wenn Deine Augen mich so keck dabei anfunkeln. Wie oft hätte ich so gern diese vollen Lippen geküsst, wenn du mal wieder gedankenverloren darauf herumkaust und dabei so verführerisch aussiehst. Dein langes goldenes Haar, wenn der Wind es erfasst. Wie gern würde ich meine Finger ausstrecken und sie durch Deine Mähne gleiten lassen. Dich mit einer Deiner Strähnen kitzeln und necken. Dein schönes Lachen hören. Hoffentlich hast Du nie bemerkt, wie oft ich Dich beobachte und mustere. Vermutlich starr’ ich Dich wie ein Depp an. <br /><br />Du hast ja keine Ahnung, wie schwer es ist, wenn jemand in einem hautengen, roten Overall täglich vor dir rumwackelt – wenn man jemanden so sexy findet wie ich Dich? Deine Kurven machen mich schwach. Es ist so schwer, Kleines. Du bringst mich um den Verstand! Wenn Du mir ganz nahe kommst, habe ich immer Angst, dass Du bemerkst, wie nervös Du mich damit machst und ich befürchte jedes Mal, dass Du hören kannst, wie kräftig mein Herz dann gegen meine Brust hämmert, während ich still und heimlich Deinen herrlichen Duft einatme. Wie gut, dass Du meine Gedanken nicht lesen kannst. Wir könnten beide Deinem Anzug dann farblich Konkurrenz machen. Du bist vor unserer aller Augen vom kleinen, anfangs noch schüchternen und ein wenig unsicheren Mädchen zu einer selbstbewussten und verdammt sinnlichen jungen Frau geworden, die ihren Mann – oh, pardon – ihre Frau steht. Du reizt mich mit allem so sehr!<br /><br />Ich liebe Dich, April – ich hab es von der ersten Sekunde an getan und ich fürchte, ich werde es immer tun. <br /><br />Aber ich kann und darf es dir nicht sagen. Auf keinen Fall möchte ich unsere Freundschaft, unsere Zusammenarbeit und das Verhältnis im Team gefährden. Fireball ist mein bester Kumpel und an den Ehrenkodex: „die Freundin eines Freundes ist tabu“, halte ich mich, auch wenn ich nie gedacht habe, wie sauschwer das werden könnte. Ich möchte, dass Du glücklich bist. Du hast es so verdient. Wenn unser Matchbox das kann, dann steh’ ich Euch und Eurem gemeinsamen Glück nicht im Weg. Aber wehe, er sollte Dich jemals verletzen, dann erlebt er sein blaues Wunder, sag’ ich Dir! Manchmal könnte ich ihm schon in den Arsch treten, wenn er dann anderen Weibern wie Mandarin und Claudia oder seinen weiblichen Fans keine Grenzen aufzeigt und sich vor Deinen Augen betüdeln lässt. Nimm’s ihm nicht zu krumm, Süße. Der Kindskopf ist halt auch noch am Lernen, wie man mit einer Frau richtig umgeht. Ich hab’ die Fehler auch gemacht. Zieh aber die Zügel an, Aps, wenn’s zu bunt wird! Er braucht das. <br /><br />Auch ich hab’ das auf die harte Tour lernen müssen und weiß inzwischen, dass ich in der Vergangenheit viele Fehler gemacht habe. Vor allem, die Frau als zu selbstverständlich zu sehen. Ich hoffe, das kapiert der Wuschelkopf auch noch. <br /><br />Aber gerade unsere Freundschaft ist der Grund, warum ich versuche, Dich irgendwie aus dem Kopf zu kriegen. Aber mach das mal, wenn man sich täglich begegnet und miteinander in dieser Sardinenbüchse haust. <br /><br />Wenn ich jetzt Frauen treffe, versuch’ ich, das Verlangen nach Dir zu ersticken. Aber irgendwie haut das auch nicht hin. Selbst wenn ich mit Ihnen Sex habe, tanzt Du Schlingel wieder so verführerisch vor meinen Augen. Dafür hab ich schon eine schallende Ohrfeige kassiert. Zu Recht. <br />Verflixte Axt – es muss doch da im Neuen Grenzland noch irgendwo eine Frau geben, bei der es mir geht wie bei Dir? Ich will doch einfach nur vergessen, diesen verdammten Schmerz loswerden und mich nicht mehr quälen. Ich will nicht mehr aufpassen müssen, dass ich mich nicht verplappere und die Angst loswerden, dass sich alles ändert, wenn das jemals aufkommt. Vielleicht sollte ich mich doch versetzen lassen, sobald wir die Outrider poliert haben. Das wird vermutlich das Beste sein.<br />Ach April, wie gern würde ich dir jetzt diesen Brief irgendwie in Dein Zimmer schmuggeln. Aber es geht nicht – es darf einfach nicht sein. Dafür steht zu viel auf dem Spiel. Es würde alles für uns vier ändern, es würde vermutlich Auswirkungen auf unsere Arbeit haben, und die Leute im Neuen Grenzland verlassen sich auf uns. Da zählen die Gefühle eines kleinen Cowboys nicht.<br /><br />Aber es stimmt: Es tat gut, diese Zeilen einmal loszuwerden. Da Du diesen Brief eh nie lesen wirst, kann ich Dir auch sagen, dass diese Idee nicht auf meinem Mist gewachsen ist. Ein Date vor ein paar Wochen redete mir das ein. Ja, auch bei ihr hast Du mich ständig wieder abgelenkt und sie war wirklich ein schlaues Mädel. Die könnte man gut gebrauchen beim FBI oder so. Einmal Lunte gerochen und sie ließ nicht mehr los. Penetrantes Ding.</span></em></p>
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<div class="user-formatted col-xs-12 contrast-normal"><em><span class="user_italic">Aber nachdem ich gebeichtet hatte, wurde es doch noch ein entspannter Abend mit dem guten Rat, mir alles von der Seele zu schreiben. <br /><br />Es ist zwar bestimmt der 20. Versuch und es ist gar nicht so einfach, die vielen zerrissenen Zettel immer irgendwie ungesehen zu entsorgen, aber es hat geklappt. Gott sei Dank. <br /><br />Auch diesen Brief werde ich irgendwie schützen müssen. Vielleicht bleibt er im Bronco … nein, das geht auch nicht, wenn Du wieder daran arbeitest, wäre es zu gefährlich dass du ihn doch findest. Oder die Mechaniker zurück im Hauptquartier. Nein, vermutlich ist es das Beste, ich verbrenn’ ihn – mit der Hoffnung, dass die Gefühle mit ihm gehen.<br /><br />Die Gedanken sind raus und vielleicht kann ich dann endlich loslassen.<br /><br />Aber ganz egal, was passiert – ein ganz besonderer Platz im meinem Herzen gehört Dir und wird immer Dein sein. Immer!<br /><br />Ich liebe Dich, April <br /><br />Dein Colt</span></em><br /><span></span><br /><span></span>Der Texaner legte den Stift zur Seite und betrachtete seine Zeilen. Mehrfach las er das Geschriebene  in seiner Hand. Er musste sich eingestehen, dass der Brief doch besser gelungen war, als er gedacht hatte. Nach dem x-ten Versuch hatte er schon aufgeben wollen, aber heute hatte es irgendwie gepasst und geklappt. Irgendwann faltete er das Stück Papier wieder zusammen, verstaute ihn und machte sich dann daran, das Lagerfeuer zu entzünden. Es dauerte ein Weilchen, bis ein wohliges Knacken der Holzstücke zu vernehmen war.<br /><span></span><br /><span></span>Gedankenverloren blickte Colt in die tanzenden Flammen vor sich und bemerkte daher gar nicht, dass seine Kollegin die Rampe von Ramrod herunter gekommen war und sich ihm näherte. <br /><span></span>Erschrocken schnellte sein Kopf hoch, als er April erst wahrnahm, als sie neben ihm stand. „Hey … ich hab’ dich gar nicht herkommen hören“, verteidigte er sich schnell. Normal passierte ihm so etwas nicht. Das irritierte den Star Sheriff selbst.<br /><span></span><br /><span></span>„Alles klar mit dem Riesenbaby?“, versuchte er schnell das Thema zu wechseln, denn irgendwie spürte er die Hitze in sein Gesicht steigen. Etwas verstohlen zog er den Hut ins Gesicht, um ihr nicht in die Augen sehen zu müssen. Irgendwie fühlte er sich gerade ertappt, auch wenn er nur in Gedanken bei ihr gewesen war. Und im nächsten Moment stand sie plötzlich da. Sein Herz begann wieder wie eine Herde Mustangs zu galoppieren. Himmel, das wurde nicht besser …<br /><span></span><br /><span></span>„Na na, Superscout – halt mal lieber Ausschau, bevor dir noch was entgeht!“, schnippte April frech Colts Hut zurück und zwinkerte ihm dazu grinsend zu. Natürlich hatte sie es auf mögliche Outrider bezogen, aber für den Cowboy hatten diese Worte wieder eine andere Bedeutung. <br /><span></span><br /><span></span>Ausschau hielt er jetzt gerade nach ganz jemand anderen. Als er merkte, dass er seine heimliche Liebe wieder anstarrte, grübelte er angestrengt, wie er die verdammte Situation entschärften sollte: „Hey Du! Frechigkeit – Fingerchen weg von meinem Hut!“, mahnte er Grimassen schneidend, griff nach der Kopfbedeckung und setzte ihn sich wieder richtig auf. „Wo bleiben denn die anderen?“, drängte er das Gespräch in eine andere Richtung und dabei strengte er sich an, seinen Blick auf das Feuer zu konzentrieren, im Augenwinkel behielt er April jedoch. <br /><span></span><br /><span></span>„Ich denke, Saber dürfte gleich rauskommen. Er hat vorhin seine Unterlagen zusammengeräumt“, informierte die junge Französin ihren Kollegen. Sie ahnte nicht, was in ihrem Kollegen gerade wieder vor sich ging. „Fire kommt hoffentlich auch gleich“, fügte sie hinzu und sah sich ein wenig um. <br /><span></span>Sie hatte noch nicht groß die Möglichkeit gehabt, die Schönheit ihres Landeplatzes zu inspizieren.  Eine große Wiese lag direkt vor ihnen und kurz bevor das Waldstück los ging, in dem Colt das Holz organisiert hatte, war die Fläche mit Wildblumen übersät. „Oh, Colt! Guck mal“, huschte ein Strahlen über das Gesicht der Navigatorin, während der Angesprochene nur schmunzelnd den Kopf schüttelte. <br /><span></span><br /><span></span>Ja, das war typisch April. Aber auch das war etwas, was Colt an ihr gut gefiel. Sie konnte sich an kleinen Dingen erfreuen und auch an der Natur. Sie war keine Frau, die loskreischte, wenn ihr mal ein Käfer über die Finger krabbelte. Diese vielen Facetten waren für den Texaner die perfekte Mischung: Für ihn war sie nicht nur die schönste Frau im Neuen Grenzland. Zwar war sie vom Äußeren her eher eine zarte Frau, aber das täuscht und man durfte nicht den Fehler machen, sie zu unterschätzen. Denn sie war stark, konnte sich selbst behaupten, bewies Köpfchen, hatte auch kein Problem damit, sich die Finger schmutzig zu machen und trotzdem konnte sie eine Lady sein, wenn sie es wollte. Sie war einfach unberechenbar – und das war etwas, was ihn enorm reizte. <br /><span></span><br /><span></span>„Bis die zwei da sind – bin ich mal da vorne!“, kündigte der weibliche Star Sheriff freudig an. „Und Du pass mal gut auf, dass unser Feuer nicht erlischt!“ Mit diesen Worten lief April auch schon los zu den Blumen und ging dort in die Hocke. <br /><span></span>Colt hatte gar nicht mehr reagieren, geschweige denn etwas äußern können. Nur ihre Worte echoten in seinem Ohr. <br /><span></span><br /><span class="user_italic">“Pass gut auf, dass unser Feuer nicht erlischt!“ Himmel, das ist genau das, was ich seit einer gefühlten Ewigkeit zu ersticken versuche!&gt; </span><br /><span></span><br /><span></span>Nun saß er da. Sein Herz klopfte zwar nicht mehr so stark, wie eben noch, aber doch spürte er, dass es für sie schlug. Gedankenverloren beobachtete er die junge Frau, die anscheinend einige der Blumen pflückte. Etwas, was sie gerne machte, wie er nun schon mehrfach hatte beobachten können. Der Wind blies immer mal wieder sachte in ihr langes, blondes Haar und ließ es etwas tanzen. <br /><span></span><br /><span></span>Wie gerne würde er jetzt aufstehen, zu ihr gehen, sie in seine starken Arme ziehen und ihr endlich mitteilen, wie sehr er sie liebte. Beide Hände an ihre Wangen legen und ihr den ersten zarten Kuss auf die Lippen hauchen. Ihr endlich seine Gefühle gestehen und sich nicht mehr verstellen zu müssen.  Aber nein – es stand zu viel auf dem Spiel. Das durfte nicht sein! Er seufzte laut und ließ sich nach hinten ins Gras fallen. Er starrte den Wolken am Himmel nach und versuchte sich zu zwingen, nicht zu ihr hinüber zu sehen.<br /><span></span><br /><span></span>Der Amerikaner hob den Arm und warf einen prüfenden Blick auf seine Uhr, um zu sehen, wie viel Zeit schon vergangen war. Langsam durfte Fireball sich sputen. Er bekam Hunger und er brauchte dringend Ablenkung, bevor mit ihm die Pferde doch noch durchgehen würden.<br /><span></span><br /><span></span>Gerade als er den Arm wieder senken wollte, bemerkte er etwas und schob die Uhr wieder in sein Sichtfeld. „Ja nee, ist klar!“, stellte er fest, als er das Datum sah. 14.02., Valentinstag! Das passte ja mal wieder wie die Faust aufs Auge. Ausgerechnet am „Tag der Liebenden“ hatte er sich seine Gefühle vom Herzen schreiben können. Aber er fürchtete, damit würde es auch nicht leichter werden. Genervt setzte er sich wieder auf, zog den Brief abermals aus der Tasche und drehte das zusammengefaltete Blatt mehrfach in seiner Hand. Colt hatte sich so bemüht und gehofft, es würde leichter werden, nachdem er den schriftlichen Seelenstriptease durchgezogen hatte. Über den Rand des Zettels hinweg, fiel sein Blick wieder zu April, die in der Entfernung saß. An so einem Tag wie heute hätte sie es verdient, Blumen geschenkt zu bekommen, anstatt sie nun selbst zu pflücken, schoss es ihm in den Sinn. Aber eigentlich hätte er ihr gern immer wieder Überraschungen bereitet und sie strahlen gesehen. <br /><span></span><br /><span></span>Mehrfach sah er zwischen ihr und dem Stück Papier in seinen Fingern hin und her. Seine Sicht wurde plötzlich trüber, er blinzelte und versuchte krampfhaft, die Tränen zu unterdrücken. Es tat einfach weh, zu lieben und nicht lieben zu dürfen. Langsam zog er das Schriftstück in seine Handinnenfläche und zerknüllte es schließlich, während sein Blick weiter auf seine große Liebe fixiert war. Es durfte nicht sein. Nein! Es durfte einfach nicht sein!<br /><span></span><br /><span></span>Colt schloss die Augen und warf im nächsten Moment seine niedergeschriebenen Gefühle in die lodernden Flammen des Lagerfeuers vor sich. Erst einige Augenblicke später wagte er es, selbst hineinzusehen. Ein Teil des Briefes war schon erfasst worden und er sah, wie sich die Glut Zentimeter für Zentimeter voran fraß.<br /><span></span><br /><span></span>Just in diesem Moment hörte man, wie sich der Red Fury näherte. <span class="user_italic">&lt;Na Gottseidank!&gt; </span>Gerade als sich der Scharfschütze zum Schiff umdrehen wollte, erblickte er Saber, der zum Feuerplatz kam. <br /><span></span><br /><span></span>Ihm war nicht entgangen, dass Colt ungewöhnlich still und nachdenklich die letzten Tage gewesen war, und auch seine Beobachtung eben brachten den Anführer ins Grübeln. Irgendwas musste sein Teammitglied doch haben? Und es bestätigte ihn noch mehr darin, dass etwas sein musste, als der Cowboy schnell wieder zurück zum Feuer sah, sich dann mit dem Ärmel über die Augen fuhr, ehe er sich hastig erhob. <span class="user_italic">&lt;Gut, dass der Brief nun Geschichte ist. Der hätte mich nur in Schwierigkeiten gebracht. Blöde Idee!&gt;</span><br /><span></span><br /><span></span>„Ist alles okay Kumpel?“, nahm der Schotte kein Blatt vor den Mund und musterte ihn eindringlich.<br /><span></span>„Ja, alles klärchen, Boss“, wiegelte Colt schnell ab, vermied jedoch jeden Blickkontakt und hoffte damit, dass man es ihm nicht noch mehr ansah, als ihm lieb war. „Ich geh’ mal Matchbox helfen – sonst gibt’s erst morgen was zwischen die Kiemen“. Ohne seinen Chef noch eines Blickes zu würdigen, verließ er die Feuerstelle und lief zurück in den Friedenswächter. <br /><span></span><br /><span></span>Fragend blickte Saber seinem Kollegen hinterher und seufzte seinerseits, als sein Blick zum Lagerfeuer fiel. Erst starrte auch er gedankenlos hinein, ehe er etwas sah, was seine Aufmerksamkeit erregte.  Er beugte sich etwas näher heran.  Das waren nicht nur Äste, die hier brannten. Das erkannte er sofort. Durch einen erneuten Windhauch flog ein kleines Eckchen eines angekokelten Papiers etwas weiter an die Umrandung der Feuerstelle. Der Schotte griff nach einem Ast neben sich und fischte das Stück etwas zu sich, klopfte die glimmenden Enden etwas aus und zog es dann weiter zu sich.<br /><span></span><br /><span></span>Viel konnte man nicht mehr sehen. Es war bereits ein Opfer der Flammen geworden, aber eins war sicher: es war definitiv die Handschrift des Texaners. Hatte sich der Anführer also doch nicht getäuscht: Colt hatte etwas ins Feuer geworfen und es bewegte ihn sehr. Vielleicht hatte es etwas mit seinen Eltern zu tun? Das Thema war ein schwieriges für den Cowboy. Dann erinnerte sich Saber jedoch, dass es ja eigentlich Februar war und nicht September, auch wenn man hier durch das Klima mit den Jahreszeiten echt durcheinander kommen konnte. <br /><span></span><br /><span></span>Der Captain wollte nicht weiter in die Privatsphäre seines Scharfschützen dringen und war gerade dabei, das kleine Stück Brief zurück in die Flammen zu schieben, um den Wunsch des Verfassers nachzukommen, als die Wortfetzen, die er noch lesen konnte, plötzlich einen Sinn ergaben. Schnell rettete er es nochmals vorm Feuer und sah genau hin: „…iebe Dich, Ap…“.<br /><span></span><br /><span></span>Der blonde Star Sheriff brauchte nicht am Glücksrad zu drehen und weitere Buchstaben bekommen, um das Wortpuzzle lösen zu können. Fast erschrocken – als hätte er versehentlich ein Staatsgeheimnis gelüftet – blickte er hinter sich zu Ramrod und stellte erleichtert fest, dass die beiden Jungs noch fehlten. Danach suchten seine Augen April, die mit dem Rücken zum Friedenswächter in die Blumen vertieft war und scheinbar von all dem hier nichts mitbekommen hatte. Auch das beruhigte ihn etwas. <br /><span></span><br /><span></span>Er atmete tief durch. Das konnte wirklich schwierig werden für sie als Team und als Freunde. Tausend Dinge schossen dem Anführer des Ramrod-Teams durch den Kopf. Aber scheinbar ahnte niemand etwas davon. Saber versuchte angestrengt, sich die letzten Tage ins Gedächtnis zu rufen – ihm war nichts aufgefallen. Naja, bis auf dass Colt eben etwas stiller geworden war. Aber er hatte es einfach darauf gewertet, dass sie alle mehr als erschöpft waren. Aber in Bezug auf April hatte er nichts gemerkt. Die zwei waren im Umgang miteinander wie eh und je. Oder war er einfach blind gewesen? Ahnte sie überhaupt irgendwas von seinen Gefühlen? Fragen über Fragen überschlugen sich, während er immer wieder zu dem Fetzen Papier unter seiner Astspitze und April hin und her sah. Sollte er den Amerikaner einfach drauf ansprechen? Nein, das erschien ihm auch nicht richtig. Er beschloss, erstmal nur weiter zu beobachten, denn er wusste auch: Hätte der Cowboy es anlegen wollen, hätte er es längst getan. <br /><span></span><br /><span></span>Als er dann Geräusche vernahm und sich nochmals umdrehte, hörte er Fireball und Colt laut miteinander scherzend auf sich zu kommen. Somit schien auch der junge Japaner nichts zu ahnen: <br /><span></span><br /><span></span>„Hey April! Futter ist da!“ rief der Rennfahrer über die Wiese hinweg und winkte, als sie sich zu den Jungs umdrehte. Sie erhob sich mit ihrem gebastelten Kranz aus Wildblumen, den sie sich auf ihren blonden Schopf legte, ehe sie zum Lager eilte.  <br /><span></span>Schnell schob Saber das verräterische Schriftstück mit dem Stock zurück in die Flammen und hielt es dabei in Position, bis es vom Feuer erfasst wurde und die heimliche Botschaft mit sich nahm. Gerade als die beiden männlichen Teammitglieder mit den Lebensmitteln kamen und sich auch die Navigatorin dazugesellte, zog Saber den Ast zurück.<br /><span></span><br /><span></span>Von einem Knacken des brennenden Holzes untermalt, wirbelte die glimmende Liebesbotschaft – oder das, was von ihr noch übrig war – in der Feuersäule nach oben, tanzte noch etwas im Rauch darüber und verglühte dann für immer.  <br /><span></span><br /><span></span>Der Schotte würde dieses Geheimnis bewahren, bis Colt von sich aus sprechen würde. Auch wenn dieser Gedanke mit Sorge behaftet war, welche Auswirkungen dies auf sie alle haben wird. Aber darüber würde er grübeln, wenn es soweit war. Heute betrachtete er sein Team mit ganz anderen Augen. Ihm wurde jetzt erst bewusst, welches Opfer der Scharfschütze brachte und wie selbstlos er die Situation händelte. Dafür erntete der Cowboy tiefen Respekt von ihm. Die Besatzung ließ es sich schmecken, sie lachten und scherzten miteinander, sprachen über Gott und die Welt und genossen die freie Zeit miteinander. Gleichzeitig registrierte Saber nun aber auch, mit welch seligem Blick Colt die junge Französin immer mal wieder ansah. April schien es jedoch nicht aufzufallen oder unangenehm zu sein. Und auch Fireball roch keine Lunte. Das war auf der einen Seite natürlich gut, auf der anderen Seite hegte er Empathie für Colts Situation. <br /><span></span><br /><span></span>Als die Sonne schließlich den Horizont berührte und den Himmel an diesem Valentinstag auch noch perfekt in ein buntes Farbenspiel tauchte, musterte Saber nochmals den Verliebten und seine Auserwählte schweigend. Eins war ihm definitiv klar: Wenn Colt schon einen Liebesbrief verfasste, dann war es ernst, sehr ernst. Um ehrlich zu sein, hatte er ihm das am wenigsten zugetraut und erwartet. Es war nicht wie bei seinen bisherigen Flirts und Bekanntschaften, die man sonst von ihm gewöhnt war. Daher war es klar, dass das hier nicht unüberdacht und er einer flüchtigen Laune heraus zum Stift gegriffen hatte. Der Anführer war innerlich nun auch hin und hergerissen. <br /><span></span><br /><span></span>Ein Gedanke in dieser verzwickten Situation ließ ihn gerade jedoch an diesem Abend und die folgenden Wochen nicht mehr los: <span class="user_italic">&lt;Wer weiß schon, wie viele Menschen heimlich ineinander verliebt sind und es voreinander verbergen, damit das Leben geordnet bleibt ...&gt;</span><br /><span></span>Für diesen Gedanken war Colt gerade das Paradebeispiel.<br /><span></span><br /><span></span>Er opferte seine Gefühle für wahre Freundschaft und wollte das Team nicht schwächen, von dem mitunter die Sicherheit des neuen Grenzlandes und seiner Bewohner abhing. Er stellte sein privates Glück für andere hinten an. Hoffentlich würde er eines Tages für diese Selbstlosigkeit belohnt werden.<br /><span></span><br /><span></span>-Ende-</div>
</div>
</div>
<p> </p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/">Fan-Fics</category>                        <dc:creator>April_Eagle_Wilcox</dc:creator>
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                    </item>
				                    <item>
                        <title>Wie wichtig sind euch Kommentare zu euren Fanfictions</title>
                        <link>https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/wie-wichtig-sind-euch-kommentare-zu-euren-fanfictions/</link>
                        <pubDate>Sat, 19 Oct 2024 17:37:00 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Hallo zusammen!Ich wollte mal in die Runde fragen: Wie wichtig sind euch eigentlich die Kommentare zu euren Fanfictions? Ich merke in letzter Zeit, dass die Geschichten zwar gelesen werden, ...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo zusammen!<br /><br />Ich wollte mal in die Runde fragen: Wie wichtig sind euch eigentlich die Kommentare zu euren Fanfictions? Ich merke in letzter Zeit, dass die Geschichten zwar gelesen werden, aber es kaum noch Rückmeldungen gibt. Klar, die Klickzahlen steigen, was mich sehr freut, aber irgendwie fehlt da was... Diese kleinen Reaktionen, die einem zeigen, dass die Geschichte wirklich bei den Lesern ankommt.<br /><br />Für mich persönlich finde Kommentare extrem wertvoll. Schreibe auch selbst gerne welche! Sie motivieren weiterzumachen, geben neue Ideen oder helfen mir, bestimmte Aspekte noxh besser auszuarbeiten. Selbst konstruktive Kritik ist willkommen – daran kann man ja nur wachsen, nimmt man sie sich an, lernt man enorm viel!<br /><br />Wie seht ihr das? Freut ihr euch auch so über Feedback oder motiviert euch das Schreiben allein schon genug? Und was glaubt ihr, warum kommentiert heutzutage kaum noch jemand?<br /><br />Freue mich auf eure Gedanken! &#x1f60a;</p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/">Fan-Fics</category>                        <dc:creator>Anonym 14</dc:creator>
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                        <title>Sommertag in Schottland</title>
                        <link>https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/sommertag-in-schottland/</link>
                        <pubDate>Sat, 19 Oct 2024 17:31:49 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Saber Rider und seine Freunde Colt, April und Fireball beschlossen, eine wohlverdiente Sommerpause in Schottland zu machen. Schottland, das Land der sagenhaften Highlands, des Dudelsacks und...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Saber Rider und seine Freunde Colt, April und Fireball beschlossen, eine wohlverdiente Sommerpause in Schottland zu machen. Schottland, das Land der sagenhaften Highlands, des Dudelsacks und des berühmten Ungeheuers von Loch Ness – Nessie.<br /> </p>
<p>Die Starsheriffs landeten mit Ramrod in den Highlands. Die Landschaft war atemberaubend und der Duft von frischem Gras und wildem Thymian erfüllte die Luft. Saber Rider, stolz in seinem Kilt, führte die Gruppe an. Colt hatte sich sogar zum Ziel gesetzt, mit schottischem Akzent zu sprechen, was ihm auch nach einigen Whiskys gelang und April und Fireball mehr als einmal zum Lachen brachte.<br /> </p>
<p>"Top o' the mornin' to ya, lads!", rief Colt eines Morgens in einem schrecklich übertriebenen schottischen Akzent seinen Freunden entgegen. April verdrehte die Augen, während Fireball vor Lachen zusammenbrach. "Colt, du klingst eher wie ein irischer Kobold als ein Schotte", neckte ihn Saber Rider. Nach dem herzhaften Frühstück, mit Haggis und Porridge, machten sich die Starsheriffs auf den Weg zum Loch Ness. „Ich habe gehört, dass Nessie sehr scheu ist," sagte April, die ihre Nase während der Fahrt in einen Reiseführer hielt. "Aber vielleicht haben wir Glück." hoffte sie. Colt winkte ab, er hatte da seine eigenen Pläne. "Wenn wir Nessie finden, werde ich das erste Selfie mit ihr machen und es auf Intergalacticgram posten!", sagte er. Fireball schüttelte den Kopf und meinte: "Das letzte Mal, als du versucht hast, ein Selfie zu machen, hast du beinahe einen Sternenzerstörer gerammt und dabei deinen besten Hut verloren."<br /> </p>
<p> </p>
<p>Am Ufer des Loch Ness angekommen, setzten sich die Starsheriffs nieder und warteten geduldig. Es dauerte nicht lange, bis sie ein leises Plätschern hörten. Plötzlich tauchte ein riesiger Kopf aus dem Wasser auf. Es war Nessie! Aber anstatt Angst zu zeigen, lächelte Nessie freundlich und schwamm näher heran. "Nessie!", rief Saber Rider begeistert. Nessie nickte freundlich und blies eine Wasserfontäne in die Luft, die Colt komplett durchnässte. "Hey! Ich wollte doch nur ein Selfie!" beschwerte sich der Cowboy, dem sein Hut wie ein nasser Lappen vom Kopf hing. Während die anderen in Gelächter ausbrachen und Fireball den nassen Cowboy knipste. Nessie stellte sich als äußerst verspielt heraus. Die Starsheriffs verbrachten den Tag damit, mit Nessie im Loch zu schwimmen und auf ihrem Rücken zu reiten. "Das ist besser als jede Achterbahn!", schrie Fireball begeistert, als Nessie eine elegante Rolle im Wasser mit ihm machte.</p>
<p>Am Ende des Tages, als die Sonne über den Highlands unterging, wussten die Starsheriffs, dass es Zeit war, sich von ihrer neuen Freundin zu verabschieden. "Nessie, du bist das freundlichste Monster, das wir je getroffen haben," sagte Saber Rider und gab Nessie einen freundlichen Klaps auf den Kopf. Colt, immer noch tropfnass, versuchte ein letztes Mal, ein Selfie zu machen. Dieses Mal gelang es ihm auch. "Auf Wiedersehen, Nessie! Bis zum nächsten Mal!" riefen sie im Chor, als sie sich auf den Weg zurück zu ihrem Schiff machten.</p>
<p>Der Urlaub in Schottland war ein unvergessliches Abenteuer für die Starsheriffs. Sie kehrten erfrischt und voller neuer Geschichten zurück. Und obwohl sie wieder auf ihre Missionen konzentrieren mussten, wussten sie, dass sie immer eine freundliche Kreatur in den Highlands von Schottland hatten, die nur darauf wartete, dass sie zurückkehrten.</p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/">Fan-Fics</category>                        <dc:creator>Anonym 14</dc:creator>
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                    </item>
				                    <item>
                        <title>„Tausend Mal Berührt“</title>
                        <link>https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/tausend-mal-beruehrt/</link>
                        <pubDate>Sun, 05 May 2024 23:32:20 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Titel: „Tausend Mal berührt“
Autor: April_Eagle_Wilcox
Thema: Saber Rider and the Starsheriffs / Seijushi Bismarck
Genre: Sci-Fi / Western / Romance / Drama / 
Alterskennzeichnung: P18
...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><em>Titel: „Tausend Mal berührt“</em></p>
<p><em>Autor: April_Eagle_Wilcox</em></p>
<p><em>Thema: Saber Rider and the Starsheriffs / Seijushi Bismarck</em></p>
<p><em>Genre: Sci-Fi / Western / Romance / Drama / </em></p>
<p><em>Alterskennzeichnung: P18</em></p>
<p><em>Credits: Alle Charaktere, Orte und Institutionen gehören Studio Pierrot und WEP. Deutscher Lizenzhalter ist der Herausgeber war Anime House. Die Rechte liegen jetzt bei Crunchyroll.</em></p>
<div style="text-align: left"><em>Ich verdiene kein Geld mit dieser Fanfiction.</em></div>
<div> </div>
<div style="text-align: left"><span>Vielen Dank @Sannyerd als Beta und Unterstützung &lt;3</span><br /><em> </em></div>
<div style="text-align: center"><em>*************************************</em><br /> </div>
<div> </div>
<div>
<p style="font-weight: 400;text-align: center"><span style="text-decoration: underline"><span style="font-weight: 400">Kapitel 1:</span></span></p>
<br style="font-weight: 400" />
<p style="font-weight: 400;text-align: center"><span style="text-decoration: underline;font-size: 14pt"><strong>Tausend Teile</strong></span></p>
<br style="font-weight: 400" /><br style="font-weight: 400" />
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Meine sehr verehrten Damen und Herren. Wir beginnen nun mit dem Landeanflug auf das Kavallerie-Oberkommando Hauptquartier in Yuma-City. Bitte schnallen Sie sich an, stellen Sie Ihre Sitze aufrecht und klappen Sie die Tische hoch. In Yuma City erwarten uns strahlender Sonnenschein und angenehme 24 Grad. Bitte bleiben Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit nach der Landung noch so lange angeschnallt sitzen, bis wir unsere endgültige Parkposition erreicht haben und die Anschnallzeichen über Ihnen erloschen sind. Wir bedanken uns herzlich bei Ihnen, dass Sie mit „Ramrod-Airlines“ geflogen sind und hoffen Sie bald wieder auf einem unserer Flüge begrüßen zu dürfen. Wir wünschen Ihnen noch einen wunderschönen Tag“, witzelte Fireball während er die Landung vorbereitete und die Steuerung vom Autopiloten wieder selbst übernahm.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Saber grinste nur und schüttelte den Kopf, als er in seiner Satteleinheit platz nahm, seinen Helm aufsetzte und den Sicherheitsgurt anlegte. Die ausgelassene Stimmung nach erfolgreicher Mission war aber doch auch angebracht. Sie waren mehrere Wochen auf Mission gewesen. Zwar war der Krieg nun schon fast zwei Jahre vorbei und der Outriderplanet zerstört worden, aber überall im Neuen Grenzland waren noch vereinzelt Outridergruppen unterwegs, welche nicht mit dem Planeten untergegangen waren. Und diese Schurken trieben immer mal wieder Unheil. Es wurde zwar deutlich ruhiger, aber noch konnten sich die Star Sheriffs nicht ganz zurücklehnen und mussten immer wieder „aufräumen“ und wurden zu einzelnen Einsätzen wieder zusammengetrommelt, wenn sich der Feind zum Vorschein kam und ein Renegade angriff. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Ja! Ich kann es kaum erwarten, wieder nach Yuma zu kommen! Gib Gummi Kumpel!“, antwortete Colt ganz ungeduldig und schnallte sich ebenfalls an. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Du willst nur schnell zu deiner Robin kommen…!“, kommentierte Fireball trocken, während Ramrod in die Atmosphäre von Yuma eintrat und dadurch etwas durchgeschüttelt wurde. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Tja will ich - dein Service hier oben lässt nämlich ganz schön zu wünschen übrig, werter Mr. Hikari. Heute gabs weder Tomatensaft noch die leckeren Erdnüsschen. Da werd ich zu Hause besser versorgt“, entgegnete der Cowboy direkt. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Sorry Cowboy - Du hast Holzklasse gebucht, nicht Business!“, konterte der Rennfahrer schnell. „WAS?! Ich doch nicht!“ kam es sofort protestierend aus der Satteleinheit neben ihm. „Ich bin VIP!“ stellte er schnell klar. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Auch April musste schmunzeln, die gerade damit beschäftigt war, Fireball den richtigen Korridor zu berechnen und in sein Modul zu übertragen. Aber dennoch ging ihr das Geplänkel ihrer Kollegen ins Ohr. Sie war ganz froh darüber, dass es während der Arbeit so weit funktionierte und sie nicht groß Zeit hatte, an Privates zu denken, denn das war aktuell alles andere als leicht. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Nachts, wenn sie alle zur Ruhe kamen, war es da schon anders. Wie dankbar war der weibliche Star Sheriff, da ein Einzelzimmer zu haben. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Vor etwa 8 Monaten hatten sich April und Fireball getrennt. Eher unschön - und das hing beiden auch noch nach. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Seit sie wieder einberufen wurden, versuchten beide professionell ihrer Arbeit nachzugehen, aber das war nicht immer leicht. Vor allem die ersten Wochen waren verdammt hart gewesen. Auch für Colt und Saber nicht immer.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Aber sie mussten im Einsatz funktionieren! Es ging hier um Leben und Tod. Für sich selbst, für das Team und für die Einwohner im Neuen Grenzland, die sich auf sie verließen. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Eigentlich hatte April gehofft, ihren Ex nicht mehr so schnell wiedersehen zu müssen. Es hatte gereicht, dass er ihr immer mal wieder in den Medien begegnet war, da der Pilot zurück zum Rennzirkus gegangen war und die junge Wissenschaftlerin ihre eigene Karriere etwas auf Eis gelegt hatte, um ihren Freund dabei zu unterstützen. Daher hatte sie der erneute Einberufungsbefehl hart getroffen. Wie sollte es nur funktionieren, ihm wieder gegenüber zu stehen und dann auch noch Hand in Hand arbeiten zu müssen? Sie wusste es nicht. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Aber da sie alle einen Schwur abgelegt hatten, das Neue Grenzland zu verteidigen und somit auch Colt und Fireball zu den Reservisten zählten, die im Notfall einrücken mussten, trafen sie schneller aufeinander als ihnen beiden lieb war. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Aber nun kam Yuma immer näher und aktuell waren Ihnen keine weiteren Outrider-Sichtungen gemeldet worden. Commander Eagle hatte den Befehl gegeben, dass sie auf direktem Weg zum Oberkommando kommen sollten. Hoffentlich wurden sie wieder freigestellt, wenn auch nur für eine gewisse Zeit. April war der eigentlich doch so große Ramrod, diesmal gefühlt sehr viel kleiner vorgekommen und sie war froh, hier bald rauszukommen. Vermutlich ging es Fireball da nicht anders. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Endlich - sie landeten. Fireball setzte den Friedenswächter sanft auf und steuerte ihn dann in Richtung seiner Parkposition. „Feierabend Leute!“ streckte sich Colt und gähnte lauthals.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Nicht ganz mein Freund. Wir sollen noch zu Eagle!“, erklärte Saber, während sich auch Fireball und April aus ihren Sitzen erhoben. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Oh ha - hat man hier nicht mal Zeit zum Duschen und Umziehen?!“, grummelte Fireball etwas vor sich hin.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Daddy wird schon einen Grund haben - vielleicht ist es etwas Wichtiges“, erwiderte April direkt, als sich ihre Blicke trafen. Sofort wandte die junge Französin den Kopf, um den Rennfahrer nicht weiter ansehen zu müssen. „Ist ja schon gut!“, motzte dieser und tat es ihr gleich.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Saber seufzte nur und sah zu seinem Scharfschützen, der ebenfalls überfordert war und nur mit den Schultern zuckte. Auch er stand zwischen den Stühlen.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Der Schotte war froh, dass die Beiden sich die letzten Wochen wirklich am Riemen gerissen und die Mission und das Team nicht in Gefahr gebracht hatten. Das musste er wirklich anerkennen. Aber die Stimmung war deutlich anders als früher und es lag fast permanent eine Spannung in der Luft. Das war genau das, was er immer befürchtet hatte, als sich zwischen seinem Piloten und seiner Navigatorin Gefühle entwickelten. Ihm wurde wieder bewusst, warum es nicht gern gesehen war, wenn innerhalb eines Teams eine Beziehung entstand.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Auch er würde drei Kreuze machen, wenn dieser Tag geschafft war und er zu seiner Verlobten Sincia konnte. Aber auch hier stand noch Arbeit an. Die Hochzeit der beiden stand in zwei Monaten an und es musste noch einiges fertig organisiert und geplant werden. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Saber versuchte die Situation zu nutzen. „Komm schon Fire - je schneller wir bei Eagle waren, um so schneller gibt's Feierabend und die ersehnte Dusche!“, klopfte er dem Japaner auf die Schulter und zog ihn sanft mit sich. „Ja, du hast ja Recht, Boss!", musste dieser zugestehen und ging mit seinem Anführer in Richtung Rampe. Colt und April folgten den Beiden. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Auf dem Weg über den Flugplatz ins Hauptgebäude und Richtung der Aufzüge lockerte sich die Stimmung der Vier doch etwas. „Robin hat mir vorgestern noch geschrieben, dass ihr Brautjungfernkleid angekommen ist. Du wirst stauen Cowboy“, lächelte April Colt vielsagend an. „Was! Dir hat sie es gezeigt und mir nicht?!“, schob er die Unterlippe etwas vor. „Wir waren doch zusammen shoppen!“, erinnerte sie ihren Kollegen, dem es dann auch wieder einfiel. „Ja, ich wurde verschont!“. Er war immer noch erleichtert. Da war es mit einem Männeranzug schon einfacher. Aber dafür schmückten die hübschen Ladies, auch jedes Fest musste er gestehen.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Ich hab gestern ein paar Mal versucht sie zu erreichen - scheinbar schwer beschäftigt mein Weibi“, erzählte der Scharfschütze. „Vielleicht düse ich nachher gleich los und überrasche sie zum Frühstück. Die wird Augen machen“, sprach er seinen Plan euphorisch aus und malte sich bereits ihr verblüfftes Gesicht aus, während sie aus dem Fahrstuhl stiegen und auf das Büro ihres Vorgesetzten zusteuerten. „Oh, da wird sie sich bestimmt freuen“, nickte April ihrem Kollegen zu und freute sich schon für ihre Freundin. „Bestell ihr liebe Grüße - der Beauty-Termin steht!", fügte sie hinzu, als sie ankamen.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Saber klopfte kurz, bis die Sekretärin sie ins Vorzimmer bat. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Einen wunderschönen Nachmittag verehrte Miss Miller“, trällerte der Cowboy. „Oh, Sie waren beim Friseur - chic Miss Miller und das Kleid ist doch auch neu!", ließ Colt mal wieder seinen Charme spielen und grinste über den Schreibtisch. Er hatte einfach gute Laune. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Etwas verlegen lächelte die Chefsekretärin dem vorlauten Scharfschützen des Ramrod-Teams an. Eigentlich war ihr gerade gar nicht zum Lächeln, denn im Gegensatz zum Team hatte sie bereits die Nachricht mitbekommen. Daher fiel es ihr gerade doppelt schwer. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Na, na! Lass das nicht deine Freundin hören, Colt! "Bei ihr fällt dir sowas ja nie auf!“, flachste Fireball grinsend. „Die zieht dir die Ohren von hier bis nach Tranquility!“ </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Ach meine Robin sieht immer toll aus. Die hat den Friseur doch gar nicht nötig!“, klärte Colt seinen Kameraden auf, der ihn nur weiter an grinste. Dann wandte sich Fireball zu Miss Miller: „Aber Recht hat er - steht Ihnen wirklich gut!“, versuchte er die Situation zu retten, während die Angesprochene sich bei den Männer für die Komplimente leicht verlegen bedankte. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Das mit der Freundin hat dich doch auch nicht gestört“, konnte April sich den Kommentar in Richtung ihres Ex nicht verkneifen, woraufhin Fireball getroffen den Kopf etwas einzog. Das hatte gesessen und er konnte es ihr eigentlich auch nicht verübeln.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Es ist gut jetzt Leute!“, mahnte Saber sein Team, bevor es hier weiter ausartete. Ihm war der doch ernste Blick von Miss Miller nicht entgangen und das gefiel ihm gerade überhaupt nicht. Irgendwas war anders als sonst. Angespannt.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Dankbar, dass Saber die Zügel in die Hand nahm, nickte sie ihm zu. „Gehen Sie gleich durch. Der Commander erwartet Sie bereits“, informierte sie das Ramrod Team und sah den Vieren nach, bis sie im Büro verschwunden waren. Gleich würde die Unbeschwertheit vorbei sein.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Sie wollte nicht mit dem Commander tauschen müssen. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Daddy!“, begrüßte April ihren Vater in ihrer typischen Art und umarmte ihn. Der Commander erwiderte die Geste und doch war sie heute ein klein bisschen anders als sonst. Auch April spürte das und drückte ihn ein wenig fester. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Saber beobachtete die Szenerie und vor allem das Gesicht seines Vorgesetzten. Auch hier las er Anspannung. Warum wusste er nicht, aber er bekam ein beklemmendes Gefühl. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Ich bin froh, dass ihr alle wieder wohlbehalten zurück seid“, sprach er zu seinem Team. „Nehmt bitte Platz", sprach er recht reserviert. Innerlich versuchte er gerade, seine Gedanken zu sortieren, während er sich zu ihnen setzte. Es war nicht das erste Mal, dass er so eine Botschaft überbringen musste. Aber diesmal war es auch für ihn näher, persönlicher. Nach all der Zeit waren auch die männlichen Mitglieder des Teams ihm sehr ans Herz gewachsen und er hatte eine besondere, fast väterliche Verbindung zu ihnen. Daher fiel es ihm heute besonders schwer. Er hatte bereits in den letzten Stunden mehrfach versucht, sich die passenden Worte zurechtzulegen. Aber gab es diese in so einer schrecklichen Situation überhaupt? Der Commander hatte lange überlegt, ob es besser wäre, ihnen zusammen die Nachricht zu überbringen oder der betroffenen Person einzeln. Letztendlich hatte er sich für das Team entschieden. Zusammen waren sie stark und hatten bisher jede Krise gemeistert. Sie gaben einander Halt und Kraft. Und das war das, was sie jetzt brauchen. Für alle Fälle hat er aber auch den Psychologischen Dienst informiert. Sie standen auf Abruf bereit.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Er blickte von einem Star Sheriff zum anderen, bis sein Blick schließlich auf Colt ruhte. Der Commander schluckte noch einmal und holte Luft. „Ich habe Euch zu mir gebeten, weil ich Euch etwas mitteilen muss“, begann er mit sanfter, aber doch leicht belegter Stimme. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Irgendetwas war in seiner Stimme, so dass alle Vier sofort begriffen, dass es ernst war und sahen den Franzosen wortlos an. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Wie ihr selbst am besten wisst, sind leider überall im Neuen Grenzland noch vereinzelt Outridergruppen vertreten, die ihr Unheil anrichten“, begann Commander Eagle sachlich.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Wir versuchen bei jedem Notruf sofort Hilfe zu entsenden“, fuhr er weiter fort. „Aber leider gelingt es uns hierbei nicht immer rechtzeitig vor Ort zu sein“. Er machte eine Pause und überdachte seine nächsten Worte exakt. Sein Blick traf den von Colt und sah ihm direkt in die Augen. Er zog die Augenbrauen hoch und sah den Commander fragend an, während dieser kurz schwieg und durchatmete.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Colt fühlte sofort einen kalten Schauer, der ihn erfasste und quälend langsam von unten her über seinen Rücken lief. Er war nicht umsonst einer der besten Scouts, wenn ihn hier seine Antennen im Stich lassen würden. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">April hatte ihren Vater selten so ernst gesehen und auch in ihr zog sich gerade alles innerlich zusammen. Ihr war der direkte Blick ihres Vaters zu Colt nicht entgangen. Fireball und Saber erging es ähnlich. Keiner wagte ein Wort zu sagen.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Wir haben einen Notruf aus Tranquility erhalten, Colt", richtete nun Commander Eagle sein Wort direkt an den Texaner. Dessen schlimmster Albtraum wurde wahr. Ein Ruck ging durch den Cowboy und seine Freunde: „Wir müssen sofort hin!“ sprang er abrupt auf, als ihn sein Kommandant wieder bat, sich hinzusetzen. Er musste ihm noch mehr beibringen. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Mehrere Einheiten aus Yuma, aber auch näher gelegenen Stützpunkte sind sofort aufgebrochen. Aber…“ Er machte nochmals eine kurze Pause „…. es tut mir aufrichtig leid Colt. Aber wir konnten Robin nur noch tot bergen…" Mit diesen Worten senkte er den Blick. Allen vieren stockte der Atem.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Nein!…“, war alles, was Colt über die Lippen brachte. Er musste sich gerade verhört haben. Das war doch alles nur ein schlechter Witz. April, die neben dem Cowboy saß, legte reflexartig ihre Hand auf die seine und drückte sie leicht, während ihr die Tränen in die Augen schossen. Deshalb hatte Colt sie nicht erreichen können. Wie versteinert saß der Amerikaner da und rührte sich nicht. Die Welt blieb in diesem Moment stehen und es zog ihm regelrecht den Boden unter den Füßen weg.  </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Saber: „Ist diese Information sicher Commander?“ versuchte Saber irgendwie einen klaren Gedanken zu fassen und hoffte, dass diese Mitteilung falsch oder verfrüht gewesen war. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Leider ja Saber. Sie ist überprüft und bestätigt“, sprach der Vorgesetzte traurig. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Plötzlich sprang Colt auf und stürmte in Richtung Tür „Wir müssen sofort hin!“</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„COLT!“ kam es von den übrigen Vier wie im Chor.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Fireball eilte seinem Kumpel hinterher und holte ihn ein: „Warte Kumpel!“ griff er nach ihm, wobei sich Colt sofort versuchte, dem Griff zu entziehen.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Ich warte nicht! Dann flieg ich halt allein!“ kam etwas barsch und fast enttäuscht von ihm. Warum verstand er nicht, dass er keine Zeit verlieren durfte. Mit Sicherheit hatte man Robin nur verwechselt. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Nein, so meine ich das nicht - lass uns alles hören, was der Commander zu sagen hat. Dann brechen wir auf!“ Auch Saber war Fireball zur Seite geeilt und so schoben sie Colt sanft aber bestimmt zurück auf seinen Sitzplatz, wobei sich Fireball neben seinen Freund setzte und seine Hand auf seiner Schulter ruhte.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Commander?“, richtete Saber sein Wort an den Vorgesetzten, der die Reaktionen des Scharfschützen nur zu gut verstehen konnte. Er erinnerte sich kurz daran, wie es ihm selbst ergangen war, als er über den Tod seiner Frau damals informiert worden war. In diesem Moment kann man nichts glauben, wahrhaben oder verstehen. Er wollte Colt zumindest das berichten, was er wusste.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Die Schule wurde angegriffen“, begann dieser weiterzuerzählen. „Soweit man mir berichtete, hatten sich Robin und einige Dorfbewohner mit den Kindern darin verbarrikadiert. Leider konnten unsere Feinde eindringen. Der Texaner saß völlig regungslos da und die Worte des Commanders drangen wie aus weiter Entfernung in sein Ohr.  „Colt, …. Robin… Sie hat die Kinder gerettet. Sie ist eine wahre Heldin. Sie hat sich als Schutzschild vor die Schüler gestellt …“. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Saber und Fireball lauschten den Worten des Commanders mit Entsetzen.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">April schlug sich die Hand vor den Mund, um das Aufschluchzen zu ersticken. Sie war vollkommen ergriffen, vom Tod der Verlobten des Cowboys und inzwischen eine  enge Freundin geworden war. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Colt ballte seine Fäuste und diese zitterten vor Anspannung und Wut. Er schwor sich gerade, wenn es wirklich seine Robin war - er würde sie rächen. Er würde die Outrider mit bloßen Händen den Garaus machen. Erst nahmen ihn diese elendigen Bastarde seine Eltern und nun noch die Frau, die er liebte. Er würde sie jagen und jeden Einzelnen von ihnen zur Strecke bringen! Er malte mit dem Kiefer, während die Wut immer mehr wurde.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Er sah sie vor seinem inneren Auge. Diese wunderschöne Frau, ihre glänzenden blauen Augen, das seidige blonde Haar, die Lippen, die er nie wieder küssen können würde. Er würde ihr Lächeln nie wieder sehen, ihren Duft nie wieder einsaugen und sie nie wieder in seinen Armen halten dürfen. Es war so grausam. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Was ist mit Josh!?“ entfuhr es Colt plötzlich.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Mein Gott, ja der Junge!“ kam es auch sofort von April und sah fast schon flehend nach positiver Nachricht zu ihrem Vater. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Joshua ist in Sicherheit“, beantwortete der Commander und vernahm, wie alle vier erleichtert ausatmeten. „Er liegt im Krankenhaus in der nächstgrößeren Stadt New Sacramento. Er hat „nur“ einen Streifschuss und leichte Schrammen davon getragen, wie die Ärzte sagen“, informierte er das Ramrod-Team. „Er ist außer Lebensgefahr!“</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Ich muss sofort zu ihm“, entgegnete Colt.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Selbstverständlich Colt, du hast meine vollste Unterstützung“, sprach der Commander väterlich. „Und der Junge auch “. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Ramrod wird in diesen Minuten aufgetankt und neu beladen. Ihr könnt in einer Stunde starten“. Eagle hatte sich natürlich gedacht, dass Colt sofort nach Tranquility wollte und nicht aufzuhalten war. Er wollte Colt zwar auch das Angebot eines Seelsorgers machen, aber er kannte den Texaner inzwischen so gut, dass dieser keine Ruhe hätte, wenn er nicht zuerst vor Ort gewesen war. Das Angebot blieb bestehen, wenn er wieder zurück war. Daher hatte er im Vorfeld alles in die Wege geleitet, damit ein schneller Start von Ramrod möglich war. Die Ärzte im Krankenhaus hatte er ebenfalls informieren lassen. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Danke Sir!“, nickte der Scharfschütze dankbar und erhob sich erneut. Diesmal taten es ihm seine Kameraden gleich. „Mein aufrichtiges Beileid mein Junge“, hielt der Commander Colt die Hand entgegen, die er annahm und eine kleine Weile hielt, ehe er sich schweigend umdrehte, in Richtung Tür ging.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Saber und Fireball verabschiedeten sich vom Vorgesetzten und schlossen zum Cowboy auf. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Auf Wiedersehen Daddy“, verabschiedete sich April von ihrem Vater, der sie kurz zu sich zog und ihr einen Kuss auf die Stirn gab, ehe er sie ansah und ihr mit dem Daumen vorsichtig eine der Tränen aus dem Gesicht wischte In solchen Momenten wurde einem bewusst, wie schnell man eine geliebte Person verlieren konnte. „Passt auf Euch auf“. April nickte und drückte ihren Vater nochmals, ehe sie sich aus der Umarmung löste und ihren Kollegen hinterher eilte.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Weder Saber, Fireball noch April wussten gerade was sie sagen sollten. Jedes Wort schien nicht das Richtige zu sein. Sie waren selbst geschockt und sprachlos. Da auch Colt keinen Laut von sich gab, war sowohl die restliche Zeit auf Yuma, noch der Start wortlos verlaufen.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Eine Schwere lag in der Luft, den die Vier noch nie erlebt hatten. Jeder war überfordert. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Immer wieder blickten die 3 übrigen Star Sheriffs zu Colt. Jeder machte sich Sorgen. Sie wollten für ihn da sein, aber wie? Wie ging man mit so einem Todesfall um? Wie mit dem besten Freund, der gerade das Wichtigste im Leben verloren hat und es selbst noch nicht verstand? Dazu die Gedanken auch an den kleinen Josh. Das Kind war sowieso schon Vollwaise. Nun hatte er die einzige Familie verloren, die er noch hatte. Seine Bezugsperson. Es war so grausam.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Alles was Fireball tun konnte war: Gas geben. Und das tat er auch. Er holte aus Ramrod heraus, was möglich war. Saber versuchte die Informationen und Daten, die ihnen eingespielt wurden, zu durchforsten und einzuordnen. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Vielleicht mussten sie auch damit rechnen, dass vielleicht einige der Outrider noch in der Gegend waren. Sie durften auf keinen Fall jetzt in der Trauer leichtsinnig sein.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">April hatte den schnellsten Weg berechnet und Fireball in die Konsole übertragen. Aber sie fühlte sich sonst so hilflos und wie gelähmt. Auch sie blickte immer wieder über ihre linke Schulter hinweg zu Colt. Dieser regte sich seit dem Start kein Stück. Starr blickte er nach draußen ins dunkle All. Die Kiefer waren fest aufeinander gepresst und seine Fäuste geballt auf den Oberschenkeln. Er war tief in seinen Gedanken und überhaupt nicht wirklich anwesend.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Verdammt, warum waren sie nicht einen Tag eher zurück gekommen?! </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Eine Stunde um die andere verging. Wenn auch zäh wie Gummi. April hatte in der Zwischenzeit schnell ein paar Sandwiches gemacht, aber Colt erhob sich nicht aus seiner Satteleinheit, als sie die Jungs zum Essen rief. Er hatte keinen Hunger und starrte einfach nur so vor sich hin.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Langsam machten sie sich Sorgen, während die drei in der Küche einen kleinen Happen aßen. Viel Hunger hatte keiner, aber sie mussten ja etwas essen, um konzentriert arbeiten zu können. Und das galt auch für den Cowboy. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Ich hol ihn jetzt!“, sprach Saber schließlich und war im Begriff aufzustehen. „Lass mal Sabre!", fiel im April ins Wort. „Ich bring ihm einen Teller. Vielleicht möchte er lieber etwas alleine sein“.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Hmmm, vielleicht hast du recht - ich fühl mich nur so…..“ Saber suchte nach den richtigen Worten.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Hilflos..?“ fragte der weibliche Star Sheriff nach. „Ja…. Genau…“ antwortete er ihr nickend und überlegte, während April ein Tablett hervor zog, Teller und Besteck auflegte und den Teller füllte. Dazu noch ein Glas Guavensaft. „Mir gehts genauso“.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Wir können nur für ihn da sein“, sprach Saber schließlich weiter und Fireball nickte zustimmend:„Ich glaube, er muss es erst selbst sehen“.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Ja, das fürchte ich auch - ich kann es ja selbst noch nicht begreifen. Er wird erst später zusammenbrechen. Und dann müssen wir für ihn da sein“. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Selbstverständlich“, kam es im Chor von April und Fireball, die überrascht waren, dass sie sich seit langem mal wieder einig waren und sahen sich gegenseitig an.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Nach ein paar Sekunden unterbrach April den Blickkontakt und erhob sich mit dem Tablett. „Vielleicht nimmt er was an“, sprach sie ihre Gedanken aus und ließ die Jungs allein.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Wie still es auf der Brücke war. Mal ein vereinzeltes leises Signal von Ramrod, neben dem monotonen Fluggeräusch. Aber sonst war es still. Dazu war das Licht gedimmt und nur die Beleuchtung der Konsolen und Tastatur war an. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">April kam der Satteleinheit des Scharfschützen näher und versuchte erst zu erspähen, ob er wach war oder vielleicht eingeschlafen. Nein, er war wach und saß noch in der gleichen Haltung, wie vor 40 Minuten. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Kurz bevor sie ankam, ertönte plötzlich: „Danke April, aber ich hab keinen Hunger…“</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Trotz der Ausnahmesituation waren Colts Sinne scharf wie immer und er hatte sie erkannt, bevor er sie hatte sehen können.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„Du erstaunst mich immer wieder Cowboy“, kam sie aus dem toten Winkel und neben Colt zum stehen und lächelte ihn schwach an. „Was hat mich verraten?“</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Colt drehte den Kopf und sah seine Kollegin an. Sein Lächeln missglückte ihm verständlicherweise gerade und auch sein Blick wirkte leer und gebrochen. Allerdings antwortete er ihr: „Ich höre es an deinem Gang, die Art, wie du dich bewegst“, erklärte er ihr, „und manchmal am Duft“. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">April antwortete mit einem verstehenden Nicken und platzierte das Tablett neben die Statteleinheit und setzte sich daneben. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Colt blickte wieder zurück ins All und April tat es ihm gleich. Eine Weile saßen sie einfach nur schweigend nebeneinander und beobachteten die Sternformationen vor sich. Worte fielen April nicht wirklich ein. Aber vielleicht tat es dem Cowboy auch einfach nur gut, dass er nicht allein war. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Irgendwann bewegte sich unerwartet seine Hand und er streckte sie wortlos in Richtung Tablett aus.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Erleichtert, dass er doch etwas tat, um bei Kräften zu bleiben, hob sie den Teller an und reichte ihn Colt hinüber, der sich ein Sandwich schnappte und eher lustlos als mit Appetit </span><span style="font-weight: 400">hineinbiss.hinein biss.</span><span style="font-weight: 400"> Auch wenn er keinen Hunger hatte, tat es doch seinem Körper gut. Schweigend reichte die junge Frau ihm sein Lieblingsgetränk, welches er auch annahm. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">So verging eine weitere halbe Stunde in Stille.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">“Wie lange noch?“, durchschnitt Colt mit der Frage das Schweigen. April reckte den Kopf und schielte etwas in Fireballs Konsole. „Knapp 2 ½ Stunden noch“, erhielt er zur Antwort und nickte. „Leg dich doch noch etwas hin, hm? Wir holen dich, wenn wir zur Landung ansetzen“, schlug sie ihm vor. </span></p>
<p style="font-weight: 400">Erst hatte er den Impuls verspürt, zu widersprechen, doch dann sehnte er sich auch nach einem Moment der Stille für sich allein. Er erhob sich. "Danke, April... auch dafür, dass du geschwiegen hast...", sagte er, während er mit seinem Guavensaft von der Brücke ging. Sie beobachtete ihn schweigend, während er davonschritt.</p>
<p style="font-weight: 400">Colt steuerte direkt das Gemeinschaftszimmer an, streifte sich die Stiefel von den Füßen und ließ sich schwer auf seine Matratze fallen. Für eine Weile lag er einfach regungslos da, bis plötzlich mehrere Pieptöne sein Ohr erreichten. Er richtete sich abrupt auf und lauschte.  Hastig griff er nach seinem Com und entriegelte den Bildschirm.</p>
<p style="font-weight: 400"> »Robin!«, rief er aus.  Verschiedene Anrufe und Nachrichten wurden angezeigt. Sein Herz begann wild zu pochen, während ihm gleichzeitig heiß und kalt wurde.</p>
<p style="font-weight: 400">Er öffnete die Nachrichten, obwohl er anfangs noch gehofft hatte, dass sie aktuell waren, wurde ihm schnell klar, dass sie von vorgestern und gestern stammten. Ein Zittern durchlief ihn.</p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Mit fahrigen Fingern scrollte er durch die Nachrichten, während sie ihm die Kehle immer mehr zuschnürten. </span><span style="font-weight: 400"> Robin und Josh hatten ihn verzweifelt versucht zu erreichen. Mit jeder weiteren Nachricht  spürte und vor allem hörte er die immer größer werdende Angst und Verzweiflung seiner Liebsten. Die Panik in ihren Stimmen, die nach ihm riefen, zerrissen ihm sein Herz. Er versuchte einzuatmen, doch es wollte nicht gelingen. Heiße Tränen stiegen in ihm auf. Seine Gedanken waren nur fetzen, sein Atmen sackte immer wieder ab. Sie hatten ihm vertraut, auf Hilfe gehofft und er hatte sie nicht beschützt, Schuldgefühle stiegen auf. </span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">Die Verzweiflung, Wut und Trauer mischten sich in seinem Inneren zu einem bitteren Cocktail der Hilflosigkeit. Was sollte er jetzt noch tun, er konnte nichts mehr tun! Streng fuhr er sich durch seine mittlerweile verschwitzten Locken. Er wollte schreien, doch nichts kam aus seiner Kehle, sein Hals und Brustraum waren zu eng, dass alle Kraft dazu fehlte.</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„COLT WO BIST DU?!“, wiederholte sich die angstvolle, verzweifelte, unter Tränen aufgelöste Nachricht von Joshua.  Colts tränen verklärter Blick fiel auf die Absendezeit und er spielte die letzte nachricht des Jungen ab:</span></p>
<p style="font-weight: 400"><span style="font-weight: 400">„ROBIN IST TOT! DU HAST VERSPROCHEN UNS ZU BESCHÜTZEN!“. In diesem Moment schmiss er wutentbrannt das Comgerät gegen die nächste Wand, wo es zerbrach. Schwer atmend betrachtete er die Einzelteile seines Kommunikators, sein Atmen ging schwer, kalter Schweiß lief ihm über sein Gesicht, der sich mit seinen Tränen mischte. “Warum?” brach er zusammen und ließ seinen Tränen freien Lauf, ihm war es egal, ob die anderen ihn hören konnten, sein Herz würde platzen, wenn er es jetzt nicht abließ, sein Atmen brannte wie Feuer. Die Schuldgefühle fraßen ihn auf. </span></p>
<p style="font-weight: 400">Fireball lehnte neben der Tür des Gemeinschaftszimmers und hörte seinen besten Freund, der gerade seiner Trauer freien Lauf ließ und so wie es sich anhörte auch kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand. Doch er ließ seinem bestem Freund diese Zeit.</p>
</div>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/">Fan-Fics</category>                        <dc:creator>April_Eagle_Wilcox</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="true">https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/tausend-mal-beruehrt/</guid>
                    </item>
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                        <title>Fanfic: The cildren of House Alpha</title>
                        <link>https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/fanfic-the-cildren-of-house-alpha/</link>
                        <pubDate>Sun, 05 May 2024 22:56:52 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[DISCLAIMER: BEI DER HIER VERÖFFENTLICHTEN GESCHICHTE HANDELT ES SICH AUSSCHLIEßLICH UM FANART, DIESE DIENT KEINEM KOMMERZIELLEN ZWECK! DIE ENTSPRECHENDEN URHEBER- UND MARKENRECHTE LIEGEN BEI...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>DISCLAIMER: BEI DER HIER VERÖFFENTLICHTEN GESCHICHTE HANDELT ES SICH AUSSCHLIEßLICH UM FANART, DIESE DIENT KEINEM KOMMERZIELLEN ZWECK! DIE ENTSPRECHENDEN URHEBER- UND MARKENRECHTE LIEGEN BEI DEN JEWEILIGEN FIRMEN UND KÜNSTLERN. DIESE GESCHICHTE WURDE AUSDRÜCKLICH NICHT FÜR KINDER GEMACHT! EINIGE INHALTE SIND AUF GRUND DER BEHANDELTEN THEMATIK NICHT FÜR JUGENDLICHE UNTER 18 JAHREN GEEIGNET. ALLE HANDLUNGEN, CHARAKTERE UND ORTE WURDEN VON REAL EXISTIERENDEN PERSONEN (LEBEND ODER TOT), WAHREN EREIGNISSEN UND ORTEN INSPIRIERT, SIND ABER FREI ERFUNDEN. ÄHNLICHKEITEN SIND EHER ZUFÄLLIG!</strong></p>
<p><strong>ANMERKUNG:</strong> Diese Geschichte ist als Crossover zwischen <em>Saber and the Star Sheriffs</em> und dem Team aus <em>Criminal Minds, etwa Staffel 11,</em> gedacht. Sie knüpft Inhaltlich an meine aktuelle Storyline <em>"Spezial, Ramrod and the Star Sheriffs"</em> an, die eigentlich im Jahr 2097 spielt. Der Prolog beginnt nochmal 10 Jahre in der Zukunft. Die eigentliche Geschichte ist dann quasi eine Rückblende, durch deren Ende eine "neue" Ausganssitution geschaffen wird, an die ich dann in Zukunft anknüpfen will.</p>
<p><strong>ALTERSEINSTUFUNG: P18</strong></p>
<hr />
<p><span style="font-weight: 400">Im Neuen Grenzland sind das Militärische Oberkommando, die Bundesermittlungsbehörde sowie sämtliche Sicherheitsdienste in einer einzigen Organisation zusammengefasst:</span><span style="font-weight: 400"><br /></span><span style="font-weight: 400">Dem </span><strong>KAVALLERIE-OBERKOMMANDO.</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400">Die in dieser Institution tätigen Spezialagenten, die gleichermaßen dem Schutz der Bürger und der Verteidigung der Weltraumnation dienen, werden als </span><strong>STAR SHERIFFS</strong><span style="font-weight: 400"> bezeichnet.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Eine herausgehobene Stellung nimmt hierbei die </span><strong><i>»RAMROD EQUALIZER UNIT«</i></strong><span style="font-weight: 400"> ein. Dies sind Ihre Geschichten!</span></p>
<hr />
<p style="text-align: center"><strong>PROLOG</strong></p>
<p><strong>Neues Grenzland, 2107<br /></strong><strong>Planet Yuma<br /></strong><strong>New Texas County</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400">Die Hauptstraße, sofern man diese überhaupt als solche bezeichnen konnte, war eine einzige Buckelpiste. Eine große Staubwolke hinter sich aufwirbelnd jagte Fireball die Straße entlang. Auch wenn ihn jedes Schlagloch wieder unsanft daran erinnerte, dass der Red Fury Racer seine besten Zeiten hinter sich hatte, fuhr er trotzdem weiter mit Höchstgeschwindigkeit. Sein Ziel, ein weitläufiges Anwesen, das für New Texas County typisch im Ranchhaus Stil erbaut worden war, kam immer mehr in Sichtweite. Wenige Meter vor der Zufahrt drosselte Shinji doch endlich die Geschwindigkeit. Schließlich fuhr er durch das Eingangsportal und rollte langsam auf den Innenhof und hielt in einiger Entfernung des Hauptgebäudes an. Dem Stand der Sonne nach zu urteilen, war es früher Abend.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Die Cockpithaube öffnete sich. Fireball löste die Sicherheitsgurte und stieg aus, wobei er seine Sonnenbrille abnahm und ordentlich auf das Armaturenbrett legte. Hierauf streckte er sich erstmal ordentlich. Mit Anfang vierzig machte sich das lange Sitzen beim Fahren, das ihm früher kaum etwas ausgemacht hatte, doch langsam immer stärker bemerkbar. Dies war allerdings nicht das Einzige, worin er sich verändert hatte.</span><span style="font-weight: 400"><br /></span><span style="font-weight: 400">Im Gegensatz zu früher trug er seit einiger Zeit einen wildwachsenden Dreitagebart und die Haare auf Schulterlänge zu einem Pferdeschwanz verknotet. Dazu einen weiten Ledermantel. Das Rauchen hatte er sich inzwischen allerdings wieder abgewöhnt, dafür kaute er seit kurzem immer auf einem Zahnstocher herum, was ungefähr denselben Effekt auf ihn hatte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Daraufhin holte er die drei Päckchen, die er vorhin im rückwärtigen Teil der Fahrerkabine verstaut hatte, hervor und ging langsam auf das Haus zu. Sein Mantel wurde dabei von einem leichten Luftzug aufgewirbelt. Sein Gefühl hatte Fireball nicht getäuscht, er wurde bereits erwartet.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Im Rahmen der schweren Eingangstür stand Colt, an dessen Gesichtsausdruck man deutlich erkennen konnte, dass er wenig erfreut darüber war, seinen ehemaligen Star Sheriff Kollegen nach all den Jahren wiederzusehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Du hast echt Nerven, ausgerechnet heute hier aufzukreuzen, Kimosabe!", begrüßte Colt seinen ehemaligen Kollegen, in einem recht vorwurfsvollen Tonfall.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Freut mich auch, Dich wiederzusehen, Cowboy!”, erwiderte Fireball, wobei er fast etwas beleidigt klang, während er in einiger Entfernung vor seinem alten Kollegen stehen blieb.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Ich kann Dich schlecht mit Fusstritten direkt wieder vom Hof jagen, die Höflichkeit gebietet es, dass ich Dir zumindest ein Glas Guavensaft vorher noch anbiete!”, entgegnete Colt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Mach Dir keine Umstände, Colt, ich habe eh nicht vor länger zu bleiben als nötig!”, erwiderte Fireball.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Ja, wir haben es bereits vor einigen Tagen vernommen, dass Du auf der Durchreise in unsere Gegend bist!”, äußerte Colt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Der Buschfunk funktioniert ja anscheinend nach wie vor perfekt!”, stellte Fireball fest. “Sind die Beiden auch da?” erkundigte er sich daraufhin.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Ja!” bestätigte Colt. “Aber ich glaube, sie sind beide nicht sonderlich darauf erpicht, Dich ausgerechnet heute hier zu sehen.”</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Hat sich leider so ergeben!” entschuldigte sich Fireball. “Ich wollte Spezi seinen Geburtstag in keiner Weise vermiesen.”</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Das … musst Du mit ihm ausmachen, Partner! Rechne mal damit, dass er auf jeden Fall fuchsteufels sauer auf Dich sein wird - von April ganz zu schweigen, nur zur Vorwarnung der alten Zeiten wegen!” Colt machte eine einladende Geste und ging darauf voran.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Ich habe dir übrigens auch was mitgebracht!”, brummte Fireball und drückte im Vorbeigehen dem Cowboy eines der Päckchen in die Hand, während er weiter an seinem Zahnstocher herum kaute. Colt wirkte ein wenig überrascht. “Stammt glaube ich noch von meinem letzten Rummel Ausflug!"</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Reizend!”, kommentierte Colt das Geschenk seines ehemaligen Kollegen.</span></p>
<p> </p>
<p><span style="font-weight: 400">Daraufhin gingen sie auf die Terrasse. Die festlich eingedeckte Tafel sah deutlich nach Kindergeburtstag aus. Im Hintergrund lief eine Mischung aus Mariachi- und Countrymusik. Zahlreiche Kinder und eine kleine Gruppe von Erwachsenen saßen an einer großen Tafel zusammen oder standen um einen großen Holzkohlegrill herum, wo ein mechanischer Cowboy gerade Burger Patties, Maiskolben und andere Sachen auf offener Flamme zubereitete. Fireball musste zweimal hinschauen. Mit der weißen Kochschürze hatte er Ramrod erst gar nicht erkannt. Irgendwo in dem Gewusel schoss plötzlich ein Sechsjähriger mit kurzen dunklen Haaren in die Höhe.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Daddy?”, rief der Junge überrascht aus, als er Fireball erblickte. Die Blicke der Kinder und vor allem der Erwachsenen richteten sich daraufhin schlagartig auf Shinji. Auch wenn er jetzt seit heute offiziell zehn Jahre alt war, hatte sich der kleine Retoid in all den Jahren kaum wesentlich verändert. Shinji konnte gar nicht so schnell schauen, wie der Junge plötzlich vor ihm stand.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Hey, Spezi!”, begrüßte Fireball seinen ehemaligen Adoptivsohn. Shinji streckte Spezial zur Begrüßung freundlich die Hand entgegen. Spezial blieb allerdings eine Armlänge von ihm entfernt stehen und baute sich zu seiner vollen Größe vor ihm auf. Der Junge wirkte, als schien er mit sich gerade deutlich am kämpfen zu sein, ob er gleich tierisch ausflippte oder lieber lauthals los heulte.</span><span style="font-weight: 400"><br /></span><span style="font-weight: 400">Fireball konnte es Spezial kaum verübeln, dass der kleine Retoid gerade in seinen Gefühlen so hin und her gerissen war. Im Augenwinkel konnte Fireball April ausmachen, die unter den Gästen saß. Die hübsche Blondine erhob sich daraufhin ebenfalls und kam langsam zu ihrem Adoptivsohn herüber, ebenso ein älterer Herr mit gepflegtem, kurz rasiertem schneeweißen Vollbart und zwei weitere Männer, die Fireball allesamt erst auf den zweiten Blick wiedererkannte. Inzwischen tänzelte noch ein kleiner Hund mit hellem Kurzhaarfell um Spezials Beine herum. Der Hund stellte sich vor den kleinen Retoiden und knurrte Fireball bedrohlich an.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Strolchi, aus!”, sagte April darauf mit fester Stimme von hinten. Der Hund, offensichtlich ein Rüde, hörte daraufhin sofort. “Mach, Platz!” gab ihm die hübsche Blondine das Kommando. Worauf sie sich mit der flachen Hand auf den Oberschenkel klopfte. Der Rüde nahm daraufhin neben seinem Frauchen Platz.</span></p>
<p> </p>
<p><span style="font-weight: 400">Inzwischen funkelte Spezial seinen ehemaligen Adoptivvater weiter böse an. Shinji ging daraufhin in die Knie und begab sich zu dem Jungen auf Augenhöhe. Er suchte Blickkontakt, doch Spezial wich ihm deutlich aus.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Warum, Daddy?”, brachte Spezial schließlich hervor. Dem Sechsjährigen kamen die Tränen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Warum was?”, fragte Fireball zurück. Er versuchte ruhig zu bleiben, obwohl er sich gerade ebenfalls deutlich angegriffen fühlte. Dass er gerade sämtliche Blicke auf sich zog, war ihm vollkommen bewusst.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Warum bist Du damals einfach abgehauen und hast Mommy im Stich gelassen?”, fragte Spezial vorwurfsvoll.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Spezi, ich konnte nicht anders!”, entgegnete Fireball. “Mir ist das alles einfach zu viel geworden!” Spezial sah seinen ehemaligen Adoptivvater weiter verständnislos an.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">"Vielleicht mögen Sie uns ja mal ihre Sichtweise der Dinge darlegen, Mister Hikari.”, sagte der ältere Mann daraufhin in ruhiger Tonlage, um die Anspannung, die in der Luft lag, zu entschärfen.</span><span style="font-weight: 400"><br /></span><span style="font-weight: 400">Der Mann war Special Agent David Rossi, seines Zeichens leitender Ermittler in der Abteilung für Verhaltensanalyse bei der Bundesermittlungsbehörde des Neuen Grenzlandes. Inzwischen dürfte Rossi kurz vor seinem Ruhestand stehen. Damals hatte er jedenfalls ein Ermittlerteam von Star Sheriff Special Agents geleitet, dem Spezial vor 10 Jahren ebenfalls zeitweise angehört hatte - und mit dem die ganze Geschichte und ihre unmittelbaren Auswirkungen von Heute in engem Zusammenhang stand.</span></p>
<p> </p>
<p><span style="font-weight: 400">“Dadurch können wir alle die Zusammenhänge der Ereignisse und ihre Auswirkungen, vielleicht etwas besser verstehen!”, sagte Rossi.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Meinst, Du nicht auch, dass Dein Adoptivvater ein Recht darauf hat, sich zu erklären, Sebastián?”, fragte ein großgewachsener, schlanker Mann, der etwas älter als April war, mit einer etwas wilden kurzen Haarmähne. Wenn sich Fireball richtig erinnerte, gehörte er auch der B.A.U. an. Shinji konnte sich nur nicht mehr an seinen Namen erinnern. Der kleine Retoid nickte daraufhin langsam.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Setzen wir uns doch!”, schlug Rossi vor, wobei er mit einer Handbewegung auf einen freien Tisch zeigte. Fireball nickte ebenfalls. Daraufhin gingen sie zusammen zu dem freien Tisch hinüber und setzten sich.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">April nahm Spezial kurz auf die Seite und redete kurz mit ihm. Daraufhin setzten sie sich ebenfalls dazu. Der kleine Retoid rutschte daraufhin auf den Schoß seiner Adoptivmutter.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Nun!” begann Fireball schließlich zu erzählen. “Alles begann mit jenem Schicksalstag, vor zehn Jahren! Der Tag an dem Spezi von Jessy Blue gekidnappt wurde!”</span></p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/">Fan-Fics</category>                        <dc:creator>Anonym 58</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="true">https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/fanfic-the-cildren-of-house-alpha/</guid>
                    </item>
				                    <item>
                        <title>Once upon a time in the New Frontierland</title>
                        <link>https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/once-upon-a-time-in-the-new-frontierland/</link>
                        <pubDate>Sun, 21 Apr 2024 14:34:59 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[ALTER: P 16GENERE: Sci-Fi / AbenteuerPAIRING: HeteroSTATUS: Wird fortgesetztBETEILIGTE CHARAKTÄRE:
Aus der Serie: April, Colt, Fireball, Jesse BlueAuf Figuren aus der Serie basierend: Ramro...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
197
<p><strong>ALTER:</strong> P 16<br /><strong>GENERE:</strong> Sci-Fi / Abenteuer<br /><strong>PAIRING: </strong>Hetero<br /><strong>STATUS:</strong> Wird fortgesetzt<br /><strong>BETEILIGTE CHARAKTÄRE:</strong></p>
<p><em>Aus der Serie:</em> April, Colt, Fireball, Jesse Blue<br /><em>Auf Figuren aus der Serie basierend:</em> Ramrod<br /><em>Own Charakter:</em> Spezial (ich selbst), General Sabata (inspiriert durch Lee van Cleef), Azumi Hikari (Fireballs Mutter entstand im Austausch mit sannyerd) und weitere</p>
<p><strong>DANKSAGUNG: </strong>An @sannyerd und @April_Eagle_Wilcox für den inspirierenden Austausch.</p>
<p><strong>DISCLAIMER: BEI DEM HIER VERÖFFENTLICHTEN WERK HANDELT ES SICH AUSSCHLIEßLICH UM FANART, DIESE DIENT KEINEM KOMMERZIELLEN ZWECK! DIE ENTSPRECHENDEN URHEBER- UND MARKENRECHTE LIEGEN BEI WORLD EVENTS PRODUCTIONS (WEP) UND STUDIO PIERROT. DIE HANDLUNGEN, CHARAKTERE UND ORTE WURDEN VON REALEN PERSONEN (LEBEND ODER TOT), WAHREN EREIGNISSEN UND REALEN ORTEN INSPIRIERT, SIND ABER WEITGEHEND FREI ERFUNDEN. ÄHNLICHKEITEN SIND EHER ZUFÄLLIG!</strong></p>
<hr />
<p> </p>
<p><span style="font-weight: 400">Im Neuen Grenzland sind das Militärische Oberkommando, die Bundesermittlungsbehörde sowie sämtliche Sicherheitsdienste in einer einzigen Organisation zusammengefasst:</span><span style="font-weight: 400"><br /></span><span style="font-weight: 400">Dem </span><strong>KAVALLERIE OBERKOMMANDO.</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400">Die in dieser Institution tätigen Spezialagenten, die gleichermaßen dem Schutz der Bürger und der Verteidigung der Weltraumnation dienen, werden als </span><strong>STAR SHERIFFS</strong><span style="font-weight: 400"> bezeichnet.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Eine herausgehobene Stellung nimmt dabei die </span><strong><i>»RAMROD EQUALIZER UNIT«</i></strong><span style="font-weight: 400"> ein. Dies sind Ihre Geschichten!</span></p>
<p> </p>
<hr />
<p style="text-align: center"><a title="Once upon a time in the West by Ennio Morricone" href="https://www.youtube.com/watch?v=i3Q8h-fDfEI" target="_blank" rel="noopener"><strong>Musikalische Untermalung</strong></a></p>
<p><strong>Neues Grenzland, 2097<br /></strong><strong>Planet Yuma<br /></strong><strong>In der Nähe von Yuma City<br /></strong><strong>Anwesen der Familie Eagle-Hikari<br /></strong><strong>Sonntag, 22:00 Uhr Ortszeit</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400">Die Sonne war bereits seit gut einer Stunde untergegangen als Fireball mit seinem »Familiensportwagen«, einem Fumatzu Dano mit roter Metallic Lackierung, langsam die holprige Buckelpiste, die sich als Hauptstraße bezeichnete, entlang fuhr. Selbst in den Kerngebieten des Neuen Grenzlandes hatten die meisten Verkehrswege häufig den Charakter von besser befestigten Trampelpfaden. In diesen Fällen zahlte sich die Investition von ein paar Continatales mehr in ein vernünftiges Sportfahrwerk wirklich aus, wenn man sich nicht unbedingt einen Allrad-Offroader zulegen wollte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Wir sind gleich zu Hause, Schatz!”, sagte Fireball zu seiner Frau April, die neben ihm auf dem Beifahrersitz vor sich hin döste, während er langsam von der Hauptstraße in die Zufahrt, die zu ihrem Anwesen führte, einbog.</span><span style="font-weight: 400"><br /></span><span style="font-weight: 400">Aprils Elternhaus, das im Stil eines französischen Landhauses angelegt war, befand sich etwa 30 Minuten Fahrzeit außerhalb von Yuma City. Fireball und April wohnten hier seit dem Tod von Aprils Vater, vor zwei Jahren, zusammen. Irgendwie hatte es keiner der Beiden nach der ganzen Aufregung die die erneute Rückkehr der Outrider mit sich gebracht hatte, es damals übers Herz gebracht, das leerstehende Anwesen, das aus einem weitläufigen Grundstück mit einer großen Rasenfläche und viel Wald drum herum bestand, zu verkaufen. Obwohl ein Großteil des Mobiliars inklusive der Kücheneinrichtung noch von Commander Eagle und seiner Frau stammte, hatten April und Fireball trotzdem inzwischen das Haus nach ihren Bedürfnissen umgestaltet und es zum Lebensmittelpunkt ihrer kleinen Familie gemacht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Die hübsche Blondine gähnte kurz und streckte sich. Worauf sie vor sich die Sonnenblende herunterklappte. Über den Spiegel, der darin eingebaut war, konnte April einen Blick hinter sich auf die Rückbank werfen. Dort saß in seinem Kindersitz angeschnallt ihr sechsjähriger Adoptivsohn Sebastián Pascal Emil Zachacary Ignas André Louis, der von seinen Adoptiveltern der Einfachheit halber immer Spezial genannt, beziehungsweise mit dem Kosenamen »Spezi« gerufen wurde. Der Junge war aber auch etwas besonderes, wie sein Name bereits anklingen ließ.</span></p>
<p> </p>
<p><i><span style="font-weight: 400">Spezial sah nur äußerlich so aus, wie ein Junge von sechs Jahren. In Wahrheit war er ein Retoid, ein Hybridwesen, das die Eigenschaften von einem humanoiden Klon und einem Androiden miteinander kombinierte. Seine Existenz ging auf ein fehlgeschlagenes Supersoldaten-Zuchtprogramm des Kavallerie Oberkommandos zurück. Die Outrider hatten durch einen Angriff auf das geheime Forschungslaboratorium das Projekt sabotiert. Dies hatte unter anderem zur Folge gehabt, dass Spezials genetischer Entwicklungsprozess in dem Stadium, in dem er sich gerade befand, unterbrochen wurde. In der Folge blieb der Junge nun, zumindest körperlich, für immer ein Kind von sechs Jahren.</span></i><i><span style="font-weight: 400"><br /></span></i><i><span style="font-weight: 400">Mit den Star Sheriffs von der Ramrod Einheit, die damals zu seiner Rettung losgeschickt wurden, hatte sich der kleine Retoid im Verlauf der Mission sehr schnell angefreundet. Vor allem mit April und Fireball hatte er dabei eine Verbindung aufgebaut, die sich hinter nur sehr schwer wieder lösen ließ. Vor allem aus diesem Grund hatten sich die beiden jungen Star Sheriffs, die jetzt seit gut einem Jahr miteinander verheiratet waren, bereit erklärt, den Jungen bei sich aufzunehmen. Seither war Spezial nicht nur Aprils und Fireballs Adoptivsohn, sondern auch das offiziell jüngste Mitglied der Ramrod Equalizer Unit, die er mit seinen besonderen Fähigkeiten immer wieder tatkräftig unterstützte.</span></i></p>
<p><br /><br /></p>
<p><span style="font-weight: 400">Der kleine Retoid saß in seinem Sitz zur Seite gelehnt und hielt den Kopf nach unten gerichtet, wobei er mit der Nasenspitze seinen Stoffhund, den der Junge im Arm hielt, am Kopf berührte. Das Kuscheltier mit dem Namen Strolchi war Spezials ständiger Begleiter. Der Sechsjährige schien bereits die Ausfahrt ins Land der Träume nehmen zu wollen. Was nach einem so erlebnisreichen Tag nicht verwunderlich war.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Fireball und April hatten das schöne Wetter ausgenutzt und waren zusammen mit ihrem Adoptivsohn für einen Tagesausflug in ein kleines Naherholungsgebiet, das sich ungefähr zwei Autostunden von Yuma City entfernt befand, gefahren. Beim Planschen in dem großen Naturbadesee und beim Minigolf hatten nicht nur Spezial sondern auch Fireball und April ihren Spaß gehabt. Vor allem der Sechsjährige hatte sich dabei wieder nach Herzenslust austoben können. Der kleine Retoid kostete die kurzen Momente, in denen er einfach nur ein ganz normales Kind sein konnte, in vollen Zügen aus - um dann wieder einsatzbereit zu sein, wenn er gebraucht wurde.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Ein Lächeln umspielte Aprils Lippen, während sie erst die Abdeckung des Spiegels und dann die Sonnenblende wieder zuklappte. Inzwischen fuhr Fireball durch das Einfahrtstor. Das automatische Rolltor schloss sich langsam wieder hinter ihnen, nachdem sie es passiert hatten. Der feine Kies, mit dem die Zufahrt ausgekleidet war, knirschte unter dem Gewicht des Fahrzeugs. Die Bewegungssensoren hatten bereits reagiert und die Außenbeleuchtung eingeschaltet. Darauf parkte Fireball den Dano vor der geschlossenen Garage und stellte den Motor ab. Hierauf stiegen er und April aus. Fireball streckte sich gähnend, während er langsam um das Fahrzeug herum ging, die Heckklappe des Kofferraums öffnete sich bereits automatisch. In der Zwischenzeit öffnete April die hintere Türe auf der Beifahrerseite.</span><span style="font-weight: 400"><br /></span><span style="font-weight: 400">“Wir sind zu Hause, Spezi!”, sagte sie mit sanfter Stimme, während sie sich langsam vorsichtig über ihren Adoptivsohn beugte. Der Sechsjährige regte sich langsam, während die hübsche Blondine mit einer Hand den Sicherheitsgurt des Jungen löste. Der kleine Retoid streckte sich darauf kurz, wobei er sich ebenfalls mit einer Hand durchs Gesicht fuhr. Daraufhin drehte er ganz langsam, fast wie in Zeitlupe den Kopf, und sah seine Adoptivmutter aus zusammengekniffenen Augen ganz verschlafen an. Der Hintergrund seiner Augen leuchtete in der Dunkelheit dabei wie immer grünlich, ähnlich wie bei einer Katze. Sichtlich müde streckte Spezial daraufhin die Arme nach April aus. Die hübsche Blondine ließ sich erweichen, der kleine Retoid war sonst eigentlich auch ganz pflegeleicht zu händeln.</span><span style="font-weight: 400"><br /></span><span style="font-weight: 400">April beugte sich nach vorne und gab ihrem Adoptivsohn einen Kuss auf die Stirn, darauf griff sie mit einer Hand unter das Gesäß des Jungen und hob den kleinen Retoiden vorsichtig aus seinem Kindersitz, wobei sie mit einer Hand seinen Kopf schützte um nicht ausversehen am Türrahmen anzustoßen. Spezial legte seiner Adoptivmutter daraufhin die Arme um den Hals und schmiegte sich an ihre Schulter, wobei er seinen Strolchi weiter festhielt und die Augen wieder schloss. Hierauf ließ sich der Sechsjährige von der hübschen Blondine ins Haus tragen. Im Laufen korrigierte April die Position des Fliegengewichtes etwas, damit es für sie angenehmer war, Spezial zu tragen. Fireball brachte inzwischen ihre Picknickausrüstung sowie ihre Badetaschen ins Haus.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">April trug Spezial derweil die Treppe nach oben in den ersten Stock und brachte ihn direkt auf sein Zimmer, bei dem es sich im Grunde um ihr altes Kinderzimmer handelte. Aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit erließ sie dem Jungen das abendliche Waschen und Zähneputzen und machte ihn direkt bettfertig. Noch während sich Spezial bei ihr festhielt, zog sie dem kleinen Retoiden seine Sandalen aus, inzwischen war sie recht geübt darin. Die hübsche Blondine ließ es sich jedoch nicht nehmen, den kleinen Retoiden an seinen blanken Fußsohlen ein wenig zu kitzeln. Spezial brummelte darauf ein wenig leise und strampelte mit dem Fuss. Was die hübsche Blondine zu einem Schmunzeln veranlasste. Daraufhin setzte April ihren Adoptivsohn auf seinem Bett ab. Während sich der kleine Retoid weiter im Stehen bei ihr anschmiegte, streckte sich die hübsche Blondine und angelte mit einer Hand nach dem Schlafanzug, der sich unter dem Kopfkissen ihres Adoptivsohnes befand. Hierauf löste April Spezials Gürtelschnalle und öffnete den Knopf und den Reißverschluss seiner Jeanshose. Daraufhin zog April ihrem Adoptivsohn langsam die Jeans und seine Unterhose aus und die dünne langbeinige Schlafhose an. Darauf rieb sie Spezial sanft mit ihren flachen Händen über den Rücken und drückte den Jungen anschließend nochmal ganz sanft.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Setzt Du Dich bitte?”, flüsterte April ihm hierauf zu. Daraufhin ließ sich der Junge langsam nach unten gleiten und setzte sich darauf an die Bettkante seines Bettes, dabei legte er seinen Stoffhund für einen Moment aus der Hand. Spezial öffnete die Augen und sah seine Adoptivmutter erneut aus müden Augen erwartungsvoll an. Hierauf kniete sich April vor Spezial hin und kitzelte den Jungen mit ihren langen Fingern am Bauch, was den kleinen Retoiden zum Kichern veranlasste. Darauf griff ihm seine Adoptivmutter von unten unter den Stoff seiner Kleidung und zog ihm daraufhin nacheinander erst das Unterhemd und die Kapuzen-T-Shirt-Sweatshirt-Kombination aus, wobei sie es sich nicht nehmen ließ den Jungen in den Flanken zu kitzeln, was wiederum Spezial zu einem müden Kichern veranlasste. Schließlich zog April ihrem Adoptivsohn sein kurzärmeliges Schlafanzugoberteil über. Daraufhin ließ sich Spezial seitlich nach hinten umfallen, wobei er seinen Strolchi wieder in den Arm nahm und gleichzeitig die Beine anzog. Hierauf krabbelte der Sechsjährige in seinen Schlafsack. Darauf beugte sich April über ihren Adoptivsohn. Woraufhin sie der Junge umarmte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Schlaf schön, Spezi!”, flüsterte sie ihm zu und gab ihm dabei einen sanften Kuss auf die Wange.</span><span style="font-weight: 400">“Du auch, Mommy!”, erwiderte Spezial. Der kleine Retoid küsste seine Adoptivmutter auf die Stirn. Daraufhin rollte er sich, mit seinem Strolchi im Arm, in seiner gewohnten Schlafposition zusammen. April erhob sich, wobei sie die Wäsche des Jungen und seine Sandalen mit sich nahm, und ging langsam zur Tür. Sie hatte noch nicht mal den Flur erreicht, da gab Spezial bereits gleichmäßige Schlafgeräusche von sich.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">April hängte die Kleidung ihres Adoptivsohnes ordentlich über das Treppengeländer und ging mit seinen Sandalen in der Hand nach unten. Fireball hatte die Taschen mit ihren Schwimmsachen an die Seite gestellt. Der Geräuschkulisse nach, war er in der Küche gerade mit dem Auspacken ihres Picknickkorbes beschäftigt. April stellte Spezials Sandalen in das Schuhregal an der Garderobe und nahm die drei Taschen mit ihren Schwimmsachen und trug sie nach oben. Im ersten Stock befand sich der Waschraum, wo unter anderem die Waschmaschine und der Wäschetrockner standen. Hier hängte April die Sachen auf einem Wäschegestell zum Trocknen auf. Nachdem sie damit fertig war, ging sie wieder nach unten. Sie wollte den Abend noch ein wenig mit ihrem Ehemann ausklingen lassen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Fireball hatte inzwischen die Reste ihres Picknicks auch verräumt. Er stand gerade im Übergang zum Wohn- und Esszimmer vor dem Sideboard, auf dem ihre Telekommunikations-Konsole stand, als April dazu kam. Anscheinend rief der junge Star Sheriff gerade alle Anrufe und Nachrichten ab, die während ihrer Abwesenheit eingegangen waren.</span><span style="font-weight: 400"><br /></span><span style="font-weight: 400">Auf dem kleinen Monitor war das Gesicht einer Frau von Mitte Fünfzig zu sehen. Sie hatte asiatische Gesichtszüge und hatte große Ähnlichkeit mit Fireball. Auf der Anzeige unten im Display wurde ihr Name mit Azumi Hikari angegeben und dazu eine Rufnummer, mit der Vorwahl des Königreiches Jarr. April vermutete, dass es sich um Fireballs Mutter handelte. Warum auch immer war sie ihrer Schwiegermutter noch nie vorgestellt worden. Fireball wich dem Thema auch immer aus. Alles, was April bisher aus ihrem Ehemann diesbezüglich herausgebracht hatte, war: Dass das Verhältnis zwischen ihm und seiner Mutter nicht das allerbeste war. Die Beiden schienen auch seit Jahren keinen Kontakt mehr miteinander gehabt zu haben.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Hallo Shinji!”, sagte die Frau namens Azumi. Ihre Tonlage empfand April als neutral. Ihr Blick und ihre Körperhaltung brachten eine tiefe Betrübtheit zum Ausdruck. “Hier ist deine Mutter! Du hast Dich schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr bei mir gemeldet. Ich weiß Du bist sehr beschäftigt, aber … vielleicht kannst Du Dich ja trotzdem Mal bei mir melden?”<br /></span><span style="font-weight: 400">“Garantiert nicht!” sagte Fireball halblaut vor sich hin. Mit einer schnellen Handbewegung löschte er die Aufzeichnung. Das Gesicht von Azumi verschwand daraufhin vom Monitor. Fireballs leicht aufgebrachte Körperhaltung verriet April, dass es jetzt keine gute Idee war, ihren Mann auf das Thema anzusprechen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">Im selben Moment drehte sich Fireball um.<br /></span><span style="font-weight: 400">“Buh!”, machte April. Shinji fuhr daraufhin sichtlich erschrocken zusammen. Was die hübsche Blondine hierauf zu einem Kichern veranlasste. Fireball warf seiner Frau darauf einen kurzen, bösen Blick zu. Was die Beiden schließlich dazu veranlasste, sich eine Weile gegenseitig zu kappeln. Schließlich lagen sie aber gegenseitig beieinander angekuschelt auf dem Sofa vor dem Fernseher und ließen den Tag mit dem Beginn der Spätnachrichten ausklingen - in diesem Moment klingelte das Telefon. Fireball erkannte bereits an der Nummer, die auf dem Display angezeigt wurde, dass es die Zentrale des Kavallerie Oberkommandos war. Shinji beeilte sich daraufhin, dran zu gehen.</span></p>
163
<p><span style="font-weight: 400">Das Gesicht von General Sabata, mit seiner markanten langgezogenen Hakennase, die an den Schnabel eines Adlers erinnerte, und seinem typischen Blick, zeichneten sich auf dem Monitor ab. Sabatas Haupt war im Bereich der Stirn bereits sehr licht, nur am Hinterkopf hatte er noch eine wilde, graue Mähne, die ihm bis zu den Schläfen reichte. In seinem linken Ohrläppchen trug Sabata einen auffälligen Ohrstecker. Seine Kleidung bestand wie immer aus einem schwarzen, uniform ähnlichen Oberteil ohne jede Art von Abzeichen, Aufnäher oder Namensschild. Vor seiner Berufung in den Generalstab war Sabata für einen Inlands Sicherheitsdienst tätig gewesen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400">“Guten Abend, General!”, begrüßte Fireball seinen Vorgesetzten förmlich. Was Sabata mit einem kurzen Nicken erwiderte. “Was gibt’s?”<br /></span><span style="font-weight: 400">“Schnappen sie sich ihre Familie, Hikari, und kommen sie auf dem schnellsten Weg hierher! Und zwar Pronto!” Sabata war kein Mann großer Worte. “Packen Sie sich am besten noch Wechselkleidung für mehrere Tage ein, sie fliegen in die neuen Gebiete. Alles weitere erfahren Sie hier!"<br /></span><span style="font-weight: 400">“Verstanden, Sir!”, erwiderte Fireball. Daraufhin beendete Sabata bereits die Verbindung.</span></p>
<p style="text-align: center"><strong><a title="Spezial, Ramrod and the Star Sheriffs" href="https://www.youtube.com/watch?v=3CtZ-PacZFk" target="_blank" rel="noopener">Intro</a></strong></p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/">Fan-Fics</category>                        <dc:creator>Anonym 58</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="true">https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/once-upon-a-time-in-the-new-frontierland/</guid>
                    </item>
				                    <item>
                        <title>Nouvel Amour</title>
                        <link>https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/nouvel-amour/</link>
                        <pubDate>Sun, 21 Apr 2024 13:24:41 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Der Krieg war zu. Ende. Der Outriderplanet vernichtet und im Neuen Grenzland kehrte langsam Ruhe ein. Aber allen war bewusst, es würde nur eine Frage der Zeit sein, bis der die Phantomwesen ...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Krieg war zu. Ende. Der Outriderplanet vernichtet und im Neuen Grenzland kehrte langsam Ruhe ein. Aber allen war bewusst, es würde nur eine Frage der Zeit sein, bis der die Phantomwesen wieder zurück kommen werden. Vereinzelt gibt es noch kleinere Gruppierungen des Feindes, die von den Star Sheriffs bekämpft werden. Der Wiederaufbau beginnt und der Alltag hat langsam wieder eine Chance und die vier Star Sheriffs können endlich wieder ein normales Leben beginnen.  Allerdings gibt es auch Veränderungen… ~ Diese Geschichte ist eine Zusammenarbeit mit Sannyerd ~</em></p>
<p> </p>
<p><span style="font-size: 14pt"><strong>01 Kriegsende</strong></span></p>
<p>Die vier Star-Sheriffs hatten vor etwa 30 Minuten den Planeten Pecos verlassen und steuerten direkt auf Yuma zu. Die vergangenen Tage waren äußerst nervenaufreibend gewesen, da sich herausstellte, dass doch noch mehr Outrider als erwartet auf diesem Planeten stationiert gewesen waren, als angenommen. Jetzt, nach dem Ende des großen Krieges waren überall noch einige Einheiten im neuen Grenzgebiet verteilt, die nicht mit dem Outriderplaneten vernichtet worden waren. Doch gemeinsam war es ihnen gelungen, die hoffentlich letzten Phantomwesen zurück in ihre Dimension zu schicken und den Planeten zu befreien. Vorsicht war jedoch weiterhin geboten, aber es schien, als könnten die Menschen langsam wieder aufatmen.<br /> </p>
<p>April stand aus ihrer Steuereinheit auf. Still war es an Bord, jeder hing seinen Gedanken nach. Colt hielt so wie es aussah ein Nickerchen, oder war einfach nur erschöpft, beides traf wohl zu. Saber beobachtete wie jedes Mal nach einer Schlacht aufmerksam die Scans, die von den umliegenden Einheiten Ramrod übermittelt wurden, der Friedenswächter fungierte als Kommandoschiff. Fireball streckte sich, nachdem er den Autopiloten mit den von April übermittelten Daten gefüttert hatte. Die Blondine verließ die Brücke, und die anderen kannten ihr Ritual. Jetzt brauchte sie erstmal Ruhe, um sich zu sammeln. Mit einer großen Tasse setzte sie sich, in den Aufenthaltsraum und atmete erst einmal tief ein und aus. Sie war erleichtert und freute sich darauf, wieder nach Hause zu kommen. Hoffentlich stand nicht gleich wieder der nächste Einsatz an. Sie brauchten auch mal Ruhe, um nach den letzten Ereignissen herunterzukommen. Die Jungs waren eh schon überreizt und sie auch, musste sie sich eingestehen! Bisher hatten sie vom Oberkommando noch keine weiteren Einsatzinformationen erhalten, was ihrer Erfahrung nach ein gutes Zeichen war.<br /> </p>
<p>So hoffte sie sehr, endlich die Möglichkeit zu bekommen, Zeit mit ihrem Vater nach dessen Entführung und den darauf folgenden gebrochenen Friedensvertrag seitens der Outrider, zu verbringen. Alles war so schnell geschehen, dass sie gar nicht mehr wusste, welche Ereignisse gravierender waren: die drohende fast völlige Zerstörung Yumas, oder der Sieg über den Outriderplaneten mit dessen Vernichtung. Sie hatte nur Angst gehabt, an etwas anderes konnte sie sich schon gar nicht mehr erinnern. Ihr Lichtblick war in dieser Zeit Fireball gewesen, der viel Zeit mit ihr verbracht hatte. Sie beobachtete den Dampf, der aus ihrer Tasse hinauf stieg. Er hatte es geschafft sie abzulenken und ihr Momente der Leichtigkeit zu verschafft, war eine Schulter zum Ausweinen und auch mal der Sandsack, als ihr alles zu viel wurde. Sie schlürfte den heißen Tee und schloss ihre Augen. Auch ihr Vater war nach seiner Entführung wieder sofort eingespannt gewesen, ihm blieb keine Zeit, das Geschehen zu verarbeiten. Sorgen keimten in der Navigatorin auf. Schließlich war er auch nicht mehr der Jüngste und doch musste er vor dem Rat Rede und Antwort stehen und dazu alles im Blick behalten. Natürlich hatte sie Verständnis für die Wichtigkeit und auch den Verpflichtungen ihres Vaters, sie kannte es schließlich nicht anders! Aber dennoch fehlte er ihr sehr. Und jetzt keimte der Frieden in ihren wirren Gedanken auf. Frieden? Wusste sie überhaupt noch, was das war? April stand auf und beschloss wieder auf die Brücke zu gehen, um nach den Jungs zu schauen.<br /> </p>
<p>Auf Yuma wurden die Scans ausgewertet, die Saber Rider an die Einsatzzentrale schickte. "So wie es aussieht, ist der Planet und der Orbit frei von Bedrohungen!", verkündete ein Wissenschaftler, nachdem er die Unterlagen und Daten mehrmals überprüft hatte. Kommandant Eagle nickte dem Mann zu. "Holen Sie die Star-Sheriffs nach Hause!", wies er an und verließ die Zentrale. Er hatte noch einiges zu tun, bis die vier landeten. Und begab sich wieder in sein Büro, dort begrüßte in Jaqe sein 11-jähriger Bernner Sennenhund, der ihn täglich ins Oberkommando begleitete. Die Offiziere kannten und liebten Jaqe, der wie immer an seinem Stammplatz im Büro aus dem großen Panoramafenster schaute. Jaqe hatte alles im Blick. Eagle strich seinem Freund über seinen großen Kopf und beide sahen für einige Momente gemeinsam nach draußen, bevor sich Charles wieder an seine Arbeit machte. Misses Miller brachte ihm, wie immer als er sein Büro betrat, einen heißen Kaffee und für Jaqe einen Hundekeks.</p>
<p>"Kann ich sonst noch etwas für Sie tun, Kommandant?", fragte die Mitte vierzigjährige Chefsekretärin des Oberkommandos. Eagle schüttelte den Kopf. "Machen Sie Feierabend für heute und danke, dass Sie bis zum Schluss geblieben sind!", sagte er und nahm sich einen Schluck seines Kaffees. ‘Das würde ihm jetzt guttun!‘, dachte er. Misses Miller lächelte und nickte Charles zu. "Das ist doch selbstverständlich!", erwiderte sie und verließ das Büro. Kommandant Eagle sah seiner Sekretärin noch einen Moment nach. ‘Ja, die Seele des Oberkommandos. Egal zu welcher Uhrzeit ein Angriff kam, wenn Misses Miller anwesend war, blieb sie auch bis zum Schluss, um sie alle mit Kaffee und Snacks zu versorgen. ‘So wäre selbst ein großer General ohne ihre Verpflegung umgefallen‘, musste er schmunzeln und lehnte sich in seinen gemütlichen Ledersessel zurück.</p>
<p>Er drehte sich dem Panoramafenster hinter sich zu. Die roten und blauen Abendlichter des KOKs waren ihm so vertraut, er war überzeugt davon, im Oberkommando, jede einzelne dieser blinkenden Glühbirnen zu kennen. Es war seit Jahren sein zweites Zuhause, sogar seine Tochter April, sein einziges Kind, war hier aufgewachsen. Seit Jahren kannte er nichts anderes. Doch auch sie würde in den nächsten Jahren garantiert ihre eigenen Wege gehen. Er spürte es, dass sie verliebt war und das Letzte, was er wollte, war ihr dabei im Wege zu stehen. Über seinen zukünftigen Schwiegersohn machte er sich da schon mehr Gedanken! War er sich seiner Verantwortung seiner Tochter gegenüber bewusst? Doch bevor das alles spruchreif wurde, freute er sich auf die Ankunft der vier, nickte er seine Gedanken ab und wandte sich wieder seiner Arbeit zu. Dabei fiel sein Blick auf das Foto, welches nun auch schon seit mehr als 12 Jahren an genau diesem Platz auf seinem Schreibtisch stand, wie alles in seinem Büro.<br /> </p>
<p>Schmunzeln musste er und betrachtete sein damals noch kleines Mädchen von gerade einmal acht Jahren, ‘sein kleines Mädchen‘ huschte ihm durch seinen Kopf und schüttele gleich darauf diesen Gedankengang wieder ab! Seit einigen Monaten erkannte er, dass sie schon lange nicht mehr dieses kleine Mädchen war. “Elternblindheit”, hatte es Misses Miller mal genannt, recht hatte sie, stimmte er der Guten zu und brummte ein “Hm!” bestätigend vor sich. Kurz darauf spürte er eine schleichende Einsamkeit in sich aufsteigen. Er musste zugeben, er sehnte sich auch nach jemanden, der auf ihm wartete, vielleicht sogar mit einem guten Essen. Natürlich, hatte er in den letzten Jahren die ein oder andere weibliche nette Bekanntschaften gehabt. Doch meist sehr im Verborgenen, er wollte seiner Tochter keine Ersatz-Mutter vorsetzen, wusste er doch, wie schwer es April und ihm damals fiel Abschied zu nehmen! Und sie sollte auf keinen Fall glauben, dass er ihre Mutter einfach so austauscht. Doch jetzt würde seine Tochter langsam ihre eigenen Erfahrungen machen und sich einmischen, wie er es umgekehrt vor knapp drei Jahren getan hatte. Jetzt war sie erwachsen, auch wenn es ihm schwerfiel diese Tatsache zu akzeptieren! Es war ihr Recht auf ihr eigenes Leben und er fand, dass er dieses jetzt auch hatte. Aber ging es dabei um Recht? War es nicht auch das einfach menschliche Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit? Er atmete tief ein und sein Blick fiel auf seine Frau, die ihn seit 12 Jahren anlächelte, nicht nur auf dem Bild, sondern viel mehr in seinen Gedanken. Aber auch das war mit den letzten Jahren immer weniger geworden. Er liebte sie nach wie vor, zu schnell war sie aus dem Leben gerissen worden! Die Nacht des Unfalles würde er nie mehr vergessen, doch der Schrecken darüber war verflogen, Wunden heilen, aber Erinnerungen blieben! Er wusste, dass seine Frau nicht gewollt hätte, dass er für den Rest seines Lebens allein bleiben sollte! Sie war nicht mehr da, doch seine Liebe zu ihr war auch nun mehr eine wundervolle Erinnerung. Sein Herz hatte Abschied genommen. Wahrscheinlich erst in den letzten Monaten, doch es fühlte sich leichter als sonst an, klarer! Er stand auf und musste sich bewegen, arbeiten konnte er jetzt sowieso vergessen! “Tja!” sprach er vor sich und stemmte seine Hände in die Hüften. Na ja, um Angebote mangelte es ihm nicht, denn schließlich war er doch immer ein gut aussehender, na ja nicht mehr ganz so junger Mann, fand er. Warum also sich die letzten Jahre nicht mit jemanden teilen? Ihm fiel die gute Chloé ein. Versprochen hatte er ihr, sie irgendwann einmal zu essen einzuladen. Er blickte in den Spiegel und beschloss genau das jetzt zu tun!<br /> </p>
<p>April servierte den Jungs zur Feier des Tages Kaffee, den die Drei dankend entgegennahmen. Die Ruhe an Bord nach so einem Kampf war Standard und das koffeinhaltige Heißgetränk holte alle ins hier und jetzt zurück. „Na ihr Helden, meint ihr, wir dürfen uns auf Yuma erstmal das Näschen pudern, oder müssen wir gleich wieder los?“ durchbrach April das gemeinsame Schweigen. Colt sah von seinem Lieblingsgetränk auf und grinste die Blondine frech an. “Also meine Wenigkeit sehnt sich nur nach Robin …” – “ Und einem Bett …” warf Fireball frech dazwischen. Colt, der gerade Luft holen wollte, zog seine Augenbrauen zusammen und blickte seinem Hombre entgegen: “Ein Steak! Wollte ich sagen!” April rollte mit ihren Augen. Ok, der Kaffee hatte gewirkt, stellte sie erfreut fest und blickte zu Saber der sich ein Grinsen wegdrückte. “Aber danach in ein weiches, flauschiges Bett, ohne Nachbarn, ist natürlich mit eingeplant!” fügte Colt noch mit an und nahm erneut von seinem Kaffee. “Sag’ ich doch!” kam es von Fireball bestätigend. “Ja, aber die Reihenfolge macht es, wirst du auch noch lernen!” zwinkerte der Cowboy und zeigte Richtung mittlere Steuereinheit! “Manchmal ist die Reihenfolge nicht das wichtigste!”, konterte April und setzte sich, ohne eine Antwort abzuwarten, in ihre Satteleinheit. “Hehe!” grinste jetzt Fireball. “Ich bin dann eher der traditionelle Typ, bin ich dann doch!” murmelte der Cowboy vor sich hin und blickte tief in seine Tasse, während er seinen letzten Schluck Kaffee schwenkte. Saber, der die Unterhaltung schweigend verfolgt hatte, musste jetzt doch hörbar lachen, wurde aber gleich darauf von einem Piepsen auf seiner Konsole wieder zum ernsten Teil ihrer Mission gerufen: Etwas schwerfällig betätigte er den blinkenden Button. Sofort erschien die Meldung des Hauptquartiers auf seinem Monitor. “Tja, Freunde, es geht weiter!”, verkündete der Schotte. Von Colt hörte man ein tiefes Brummen: “Von Work life Balance haben die Herren im Oberkommando auch noch nichts gehört!” grummelte er in seinen nicht vorhanden Bart. Seine Träume zusammen mit Robin platzen gerade wie eine Seifenblase vor seinem inneren Auge. “Von gesetzlicher Arbeitszeit auch nicht!” warf Fireball darauf ein, der das Genuschel des Cowboys sehr wohlverstanden hatte. Das konnte doch nur wieder Ärger bedeuten und vorbei war es mit der Urlaubsstimmung. Der Schotte las die Nachricht seinen Kameraden vor. „Nach Überprüfung der aktuellen Scans und Lage wurden keine weiteren Outrideraktivitäten mehr gemessen oder gesichtet. Befehl lautet: direkter Kurs nach Yuma-City! Und Meldung bei Commander Eagle machen!“ verkündete Saber und grinste seinen Freunden entgegen. Auch er sehnte sich nach einem Wiedersehen mit Sincia! “Na so schlecht sind diese Nachrichten ja dann doch nicht!” kommentierte Fireball die vorgelesene Nachricht. “Packt die Satteltaschen, es geht nach Hause!” sprang der Cowboy aus seiner Satteleinheit und freute sich.<br /> </p>
<p>Nachdem sie Commander Eagle einen ausführlichen Bericht gegeben hatten. War der Cowboy der erste, der sich mit gepackten Satteltaschen verabschiedet hatte. Ganze drei Tage sah und hörte man nichts mehr von dem Lockenkopf. Alle waren sich sicher, dass Colt im anderen lustvollen Gefilden unterwegs war. Und sein Steak hatte er sicher auch von Robin mit sehr viel Liebe zubereitet bekommen!</p>
<p>April verbrachte den ersten Abend zusammen mit ihrem Vater. Gemeinsam waren sie chic essen gewesen, doch irgendetwas war der Blondine sofort aufgefallen. Ihr Vater hatte ein Leuchten in seinen Augen, war sehr entspannt, sie führte es auf das Ende des Krieges zurück. Gesehen hatten sie sich zwar regelmäßig, bei ihren Treffen arbeiteten sie beide die Geschehnisse auf, auch seine Entführung war immer mal wieder Thema. Doch so wie es aussah, hatte ihr Vater das alles sehr gut weggesteckt.</p>
<p>Saber hatte die letzten Protokolle in der Verwaltung des KOK's abgegeben und konnte sich nun auf die freien Tage konzentrieren. Nach einem ausgiebigen langen Schlaf, ohne das ihm so vertraute Cowboy-Schnarchen, hatte er sich direkt auf den Weg zu Sinicia gemacht. Die braunhaarige Kindergärtnerin konnte es erst gar nicht fassen, dass er sie da während der Arbeit besuchte.</p>
<p>Fireball traf es da schon härter. Er fegte Ramrod aus, so nannte er es schon seit Jahren, als Pilot war es seine Aufgabe Ramrod im Wartungshangar den Mechanikern zu übergeben. Der Friedenswächter musste, nach den ganzen schweren Kampfeinsätzen mal ordentlich durchgecheckt werden. Eine Prozedur, die den ganzen ersten Urlaubstag eingenommen hatte. Gut, was sollte er auch anderes tun, obwohl ihm tausende Dinge eingefallen waren, war er doch nach seiner Ankunft allein gewesen. Natürlich freute er sich für April, sie hatte ihren Vater so lange nicht gesehen und unglaublich vermisst. Klar, dass die Navigatorin jetzt erst einmal die Zeit mit Eagle verbringen wollte.<br /> </p>
<p>Während dieser freien Tage war es im Kavallerie Oberkommando nicht ganz so ruhig. Das große Fest zu Ehren der Kriegshelden musste vorbereitet werden. Auch wenn dieses nicht im Oberkommando veranstaltet wurde, wurde alles auf Hochglanz poliert. Nach so einem Krieg konnte man ruhig die Hallen wieder auf Vordermann bringen, dachte man sich! Die Vier sollten aber nicht allzu viel davon erfahren und überrascht werden. Aufgrund des Flurfunks, den es nur zu gut auch im Oberkommando gab, sprach man im veröffentlichten Protokoll nur von einer Ehrung. In welchem Ausmaß, das ganze allerdings stattfinden sollte, ahnten die Star-Sheriffs nichts. Daher war Commander Eagle auch sehr bemüht, die Vier möglichst aus den ehrwürdigen Hallen des KOK’s fernzuhalten. Irgendjemand verquatschte sich immer, wusste er, er brauchte da nur an die Damen in der Verwaltung zu denken. Schmunzeln musste er, manchmal, dachte er, die Ladys dort wussten mehr als er! Nachdem nun auch Fireball endlich seine Pflicht erfüllt hatte, musste er den vier jungen Menschen regelrecht Urlaub befehlen! Natürlich ließ sich das der Rennfahrer nicht zweimal sagen und beschloss, da April in ihrem Elternhaus war, auf die etwas außerhalb liegende Rennstrecke von Yuma City zu fahren, um dort ein paar Runden zu drehen. Er war wieder in seinem Element und spürte das Benzin in seinen Adern. ‘Hoffentlich war das Rennen während des vermeintlichen Friedensvertrags keine Eintagsfliege gewesen!‘ dachte er sich. Allerdings musste er auch feststellen, dass er dringend wieder mehr trainieren musste. Ein so frühes Ende eines Rennens wollte er nicht noch einmal erleben wollen wie beim letzten Mal! Das war er sich und seinen Fans einfach schuldig!<br /> </p>
<p>April genoss ausgiebig die Zeit zu Hause. ‘Zu Hause‘, wie schön das klang, dachte sie und ließ ihre Gedanken schweifen, als sie an diesem Morgen in ihrem großen, weichen, frisch bezogenen, kuschligen Bett im Hause ihres Vaters erwachte. Selbst die Bettwäsche roch immer noch nach einer frischen bunten Blumenwiese, wie sie es immer kannte und es brachte sie zum Träumen an die gute alte Zeit. Nirgends ist es schöner als zu Hause und wie lange hatte dieses Gefühl vermisst.</p>
<p>Ja, allein schon auf Yuma zu sein war toll! Hier war sie aufgewachsen. Sie stieg aus ihrem Bett und streckte sich durch, bevor sich die Vorhänge bei Seite zog, die Sonne schien ihr ins Gesicht und so kniff darauf ihre Augen zusammen und blinzelte einige Male, um sich an die Helligkeit zu gewöhnen. Der Blick in den grünen Garten ließ sie auf schmunzeln. Etwas kitzelte an ihrem Bein und schob sich zur Seite. April grinste: “Hey guten Morgen!” und knuddelte den wuscheligen großen Hund, der neben ihr stand, durch sein dichtes weiches Fell. Sie liebte es und Jaqe genoss sichtlich Aprils Streicheleinheiten. Jaqe, ihr alter Fellnasenfreund aus Kindertagen. Mit Jaqe hatte sie so manches kleine Abenteuer erlebt. Er war immer an ihrer Seite gewesen, egal ob sie glücklich, oder traurig gewesen war. Sie wusste noch genau, wie ihr Vater damals mit einem Welpen nachhause kam, um sie von der Trauer abzulenken. Jaqe war immer an ihrer Seite gewesen, ‘ja‘, dachte sich April und musste leise lachen, er kannte sogar die ersten Entwürfe von Ramrod. “Eigentlich bist du ein Secret Hund, weißt du das du Wuschelkopf?” sprach sie mit ihm und Jaqe blickte ihr zufrieden entgegen. Sie ließ von ihrem felligen Gefährten ab und lief mit im knappen Nachthemd bekleidet in ihr Badezimmer, das wie alles in dieser französischen Landhausstil-Villa eingerichtet war. Ihr Blick fiel auf eine alte hochwertige Fliese auf dem Boden, auf der sich ein handbemaltes Veilchen befand. Eine Ecke war abgebrochen, als ihr als Kind einmal etwas darauf gefallen war. Ihr Vater wollte diese damals austauschen, doch sie liebte dieses Veilchen und es wurde repariert, doch sehen konnte man es immer noch. Sie schmunzelte dieser Erinnerung entgegen, es war tatsächlich alles noch so, wie sie es in Erinnerung hatte.<br /> </p>
<p>Charles saß am Esstisch im Wohnzimmer, die Glastür zur Trasse war leicht geöffnet und ein leichter Wind spielte mit der weißen besticken Gardine. Er kippte sich einen Kaffee nach. Er hatte seine Tochter ausschlafen lassen, wusste er doch zu gut, wie oft das in den letzten Monaten zu kurz gekommen war. Ein ausgiebiges Frühstück mit allerlei französischen Köstlichkeiten fand seinen Platz auf dem Tisch. Während er auf sein Kind wartete, telefonierte er. Ein Lächeln umspielte seine Lippen. Sonst war es, wenn er überhaupt zum Frühstücken gekommen war, ein Gespräch, das ihm ernsten Gesichtsausdrücke und Falten auf der Stirn bereitet hatte. Aber heute war er sehr entspannt und glücklich. „Ich freue mich auf dich, bis später!“, verabschiedete er sich mit liebevoller Stimme und legte auf. Er nippte von seinem Kaffee und nahm die Tages-Zeitung zur Hand, um sich auf den neuesten Stand zu bringen. Er vernahm nach einigen Augenblicken, die ersten Geräusche aus dem oberen Stockwerk. „Na, da ist wohl jemand wach!“, dachte er sich und freute sich seiner Tochter gleich einen kleinen Hinweis für den morgigen Abend zu geben. Schließlich kannte er sein Mädchen zu gut – ein bisschen Vorbereitung würde er auch ihr und ihren Freunden gönnen.<br /> </p>
<p>Eine viertel Stunde später genoss die kleine Familie Eagle ein ausgiebiges Frühstück. Auch Jaqe ließ sich das Fleisch in seinem Napft schmecken und leerte ihn schnell. Danach legte sich der Rüde unter den großen Esstisch in der Nähe seines Frauchens. Das war eigentlich immer ein guter Platz. Über dem Tisch wurde viel erzählt und gelacht. Seine Besitzer genossen sichtlich die Leckereien und vor allem ihre gemeinsame Zeit miteinander, auf die sie so lange verzichten mussten. Und da war dann der Moment, den sich der Hund erhofft hatte. April zupfte von einer Scheibe Putenbrust ein kleines Stückchen ab und versuchte möglichst unauffällig die Hand unter den Tisch wandern zu lassen. Just in diesem Moment zog der Commander die Augenbrauen nach oben und sah seine Tochter direkt an. Entschuldigend und leicht grinsend erwiderte sie den Blick ihres Vaters. Dieser seufzte kurz, er konnte ihr mal wieder nicht böse sein und fragte sich gerade, wer von den Beiden den besseren Hundeblick mimen konnte.<br /> </p>
<p>Als die angeregten Gespräche langsam verstummten, räusperte sich der Commander während April sich noch ein Stückchen von ihrem Croissant abzupfte und in den Mund steckte: „Schatz, da wäre noch eine Kleinigkeit, für morgen Abend“, begann er das Gespräch und versuchte die richtigen Worte zu finden. April blickte kauend auf: “Ah, ja, der Empfang, was ist denn damit, Daddy?”, fragte die junge Französin schon ganz aufgeregt. Eagle musste aufpassen, um nicht zu viel zu verraten, aber er musste ihr auch das andeuten, was er sagen wollte. April beobachtete ihren Vater und griff nach ihrer Tasse, ihre hübschen hellblauen Augen verfolgten die Bewegungen ihres Vaters. Eagle holte seine Brieftasche hervor und fischte eine kleine schwarze Karte heraus: “Kauf dir was Schönes!” und reichte sie seiner Tochter über den Tisch. “Es gibt einen Dresscode!“ Aprils Augen wurden groß, als sie diese großzügige Geste verstand. “Oh Danke Daddy!” sprang sie von ihrem Platz auf, rannte um den Tisch, um ihren schmunzelnden Vater zu umarmen.<br /> </p>
<p>Der Abend der Abende war gekommen, der schon einige Tage zuvor groß und vor allem medial angekündigt worden war. Die Kameras standen an diesem Abend bereit, letzte Vorbereitungen wurden getroffen. Der mindestens zehn Meter lange und breite roter Teppich vor dem Eingang des City-Theaters wurde noch einmal abgefegt. Fans warteten vor Ort auf ihre Helden, um sie mit Jubel und Applaus zu empfangen. Schließlich wurde alles, was Rang und Namen hatte, erwartet. Und auch die, die unbedingt gesehen werden wollten! Die Live-Übertragung lief bereits seit einer Stunde. Robin war schwer indes damit beschäftigt, ihren Cowboy zu zähmen! Die Nacht war alles andere als leicht gewesen, ok, nickte sie sich zu, so schlimm war es nicht, sie war sehr intensiv, musste sie schmunzeln. Doch nun war sie damit beschäftigt, den Lockenkopf von der unbequemen Fliege zu überzeugen und sehnte sich gerade sehr nach ihrer lebhaften Schulklasse!</p>
<p>“Ich kann das Hemd doch einfach unter diesen … was ist das hier überhaupt?” fragte er. ”Das ist eine Weste, sie gehörte nun mal einmal zu einem Frack!” erklärte Robin, die ihm bestimmt zum dritten Mal die Fliege am gut gestärkten Hemdkragen anbringen wollte. “Das meinte ich nicht!” sprang Colt zur Seite, um Robins Würgeattacke zu entgehen. “Ein Zylinder!” - “Nein sowas trage ich nicht!” weigerte sich Colt erneut! “Ich seh aus wie Papa Pinguin!” Jetzt reichte es Robin, sie zog ihre Augenbrauen streng zusammen und sprach im festen Ton: “Cowboy, du machst jetzt sofort diese Weste zu und lässt mich dir diese Fliege umbinden!” Colt sah seine zarte Robin überrascht entgegen. Die Blondine kam nah an ihm heran und sah ihn fest in seine blauen Augen: “Und der Hut wird getragen, sonst tanz’ ich Rodeo mit dir!” drohte sie. Colt, der Robin gerade nicht wiedererkannte, entspannte nach einigen Augenblicken seine Gesichtsmuskeln und ein freches Grinsen, legte sich auf diesem. Er zog Robin nah an sich heran und flüsterten ihr mit leiser heiseren Stimme ins Ohr: „Weißt du, dass du unheimlich sexy bist, wenn du so streng bist. Das hast du mir letzte Nacht noch gar nicht gezeigt … wir könnten ja …“ und er küsste ihren Hals. Er hatte ihr diese Worte so lasziv in ihr Ohr gesprochen, dass Robin eine Gänsehaut nach der nächsten bekam und sich in seiner Liebkosung kurz verlor. Doch dann kam sie wieder in die Realität zurück, als ihr Blick zufällig über die Uhr an der Wand huschte. Sie streckte sich durch. Sie durften nicht zu spät kommen! Robin nutzte die Nähe und band Colt die Fliege um. “Was?” ächzte der Lockenkopf überrascht auf, er war doch schon in einer ganz anderen schöneren Dimension unterwegs gewesen. “Schluss jetzt Colt! Wir müssen los!“ versuchte sie auch ihn wieder zu klarem Verstand zu bekommen. “Ach so und alles andere, später Cowboy!” sagte Robin und sie huschte in ihre neuen hochhackigen Schuhe. Colt drehte sich ein wenig beleidigt dem Spiegel zu und murmelte vor sich her, als er sich die – Frackjacke, nannte man die so? - anzog. ‘Warum das Schöne immer später?‘ fragte er sich brummend.<br /> </p>
<p>Fast genauso, aber nicht so heiß, lief es bei Fireball und April ab. Die Diskussion um den Dresscode hatte der Rennfahrer bereits mit seiner Freundin beim Herrenausstatter geführt. Er ergab sich seinem Schicksal, mit Aussicht auf ein gutes Essen. Trotzdem hatte er das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. ‘Kein Wunder, dass die Herren von und zugenäht immer so geschwollen daherreden, die bekommen ja auch über Stunden hinweg kaum Luft!‘ schlussfolgerte er logisch. “Huie!” kam es aus seinem Mund, als er sich umdrehte und April in einem rotweißen, leicht schimmernden, mit hübschem nicht zu viel preisgebenden Ausschnitt vor ihm stand. Ein Teil ihres langen Haares war raffiniert hochgesteckt, die restliche Mähne umschmeichelte ihren Rücken. Ein schönes Abend-Make-Up betonte ihre ausdrucksvollen Augen. Der passende Lippenstift komplettierte ihr Outfit perfekt, wie Fireball fand.</p>
<p>Saber nahm die letzten Handgriffe an seinem edlen Zwirn vor. Den Zylinder hatte ihm sein Vater zukommen lassen. ‘Der Glückszylinder der Riders‘, musste er schmunzeln und setzte ihn sich auf. Er war kein Hutträger, doch es verlieh ihm immer wieder eine gewisse Eleganz. “Du schaust aus wie ein Adliger aus dem 18. Jahrhundert. Nur Sexier!” Saber nickte seiner schönen Sincia zu, die ein zartes, aber auffälliges knöchellanges Kleid mit Schlitz an den Beinen trug. “Du siehst wunderschön aus!” komplimentierte er ihren Anblick und nahm ganz Gentleman like seinen Hut vom Kopf. Sincia machte einen Knicks und beiden mussten lachen.<br /> </p>
<p>Die Limousinen fuhren im Minutentakt vor: Stars und Sternchen stiegen aus. Namen aus Politik, Militär und Wirtschaft gaben sich die Ehre. Und die vier Helden des Abends standen ganz klar auf dem Teppich, der die Welt bedeutete, im Mittelpunkt. Der Cowboy sorgte für den ersten Dresscodebruch. Er war doch tatsächlich mit einem seiner besten Cowboyhüte aus der Limousine ausgestiegen. Robin machte gute Miene zum Spiel. Arm in Arm liefen sie den Teppich entlang, gefolgt von Fireball und April. Robin und Colt stellten sich neben Saber und Sincia, die bereits abgelichtet wurden. Das reinste Blitzlichtgewitter brach um sie aus. Robin kniff Colt in seinen Rücken, doch sie lächelte ihr schönes Lächeln in die Kameras. Durch den Cowboy zog sich ein brennender Schmerz, sein Zahnpasta-Lächeln gefror für Millisekunden ein. “Na warte Freundchen!”, sprach ihn Robin zwischen ihren lächelnden Zähnen zu. “Was legst du mich dann etwa übers Knie?”, fragte auch er weiter lächelnd in die Kameras. “Das wirst du erleben, Cowboy!”, drohte Robin. Und die beiden liefen gemeinsam weiter Richtung Theatereingang. Fireball der das nuschelnde Gespräch der Beiden mitverfolgt hatte, war etwas irritiert. “Da denkste du kennst jemanden gut und dann …?” begann Fireball, doch Saber schob seinen jungen Freund lachend weiter: “Komm lass uns hineingehen!”<br /> </p>
<p>Nach dem Dinner wurde eine lange, eine sehr lange Laudatio auf die vier Helden des neuen Grenzlandes von Commander Eagle gehalten. Sie wurden auf das Podest gebeten und ein schier nicht enden wollender Applaus hallte durch den Festsaal, als sie ihre Auszeichnungen erhielten. Saber, Colt, April und Fireball ließen es über sich ergehen, wussten sie doch wie wichtig das auch für das Oberkommando war. Jetzt, wo der Krieg vorbei war, mussten die Gelder für das Militär trotzdem weiter fließen und wenn das durch ein paar Fotos möglich war, taten sie es. Aber ein wenig genießen taten sie es auch, natürlich würden sie das niemals zugeben, aber es tat auch mal gut so im Mittelpunkt zu stehen! Und verdient hatten sie es sich alle Male.<br /> </p>
<p>Nach endlosen Interviews und Beglückwünschungen widmete man sich guten Gesprächen. Die Damen freuten sich auf das Tanzen. Doch die vier standen noch ein wenig zusammen. Colt und Fireballs Fliegen hatten bereits den Abflug gemacht und der Zylinder des Japaners war auch nicht mehr auffindbar gewesen. Der Cowboy ließ es sich nicht nehmen und sprach Saber auf seinen Zylinder an. “Das ist der Glückszylinder der Riders, er ist schon seit Generationen in unserer Familie!” erklärte Saber stolz und drehte den ehrfürchtigen Hut in denen Händen. Fireball und Colt tauschte vielsagende Blicke aus: “Als Glück würde ich es bezeichnen, wenn du daraus jetzt ein Kaninchen ziehst!” kommentierte der Lockenkopf, das Gesagte des Säbelschwingers. Der Schotte sah Colt mit überraschten Augen an. Die Umstehenden verkniffen sich erfolglos ein Lachen.<br /> </p>
<p>April hielt Ausschau nach ihrem Vater, den sie seit der Ehrung nicht mehr gesehen hatte. Hatten sie und Fireball doch vor, ihre Beziehung öffentlich zu machen. Sie erblickte ihren Vater einige Meter weiter zusammen mit einer Dame, vielleicht Mitte 40, aber einen genauen Blick hatte sie jetzt nicht dafür. Überglücklich winkte sie ihm zu, denn auch er schien nach jemanden Ausschau zu halten. April lächelte und freute sich ihren Vater gemeinsam mit Fireball ihre good News mitzuteilen! Doch ihr Lächeln wurde immer weniger, als ihr Vater mit der Dame in seinem Arm immer näher kam. Ihr Vater hatte einen ganz anderen Gesichtsausdruck, er gefiel April keine Frage, denn er sah glücklich aus, aber doch war es für sie ungewohnt ihren Vater so eng mit einer ihr noch unbekannten Frau zu sehen. “Holla, die Waldfee, was hat sich denn unser Commanderchen da gefischt?!” Die Aufmerksam war nach diesem Satz ganz klar bei Colt. Saber und Sincia schauten zusammen mit Robin, April und Fireball in die Richtung, die der Cowboy ihnen zunickte. “Oh!” kam es von Robin und Sincia erwartungsvoll und die beiden Musterten Commander Eagles Begleitung neugierig. Saber, Fireball und vor allem Colt taten natürlich nichts anderes.<br /> </p>
<p>Eagle erreichte die Gruppe. April wollte gerade freudestrahlend etwas ansetzen. Doch ihr Vater begann ohne Umschweife zu reden: “Da ihr alle gerade so schön zusammensteht, möchte ich euch meine bezaubernde Begleitung vorstellen“, begann Charles als er seine Tochter mit ihren Freunden erreicht hatte. Colt nahm seinen Hut vom Kopf und spitze leicht seine Lippen. Fireball blickte mit großen erstaunten Augen abwechselnd von Eagle und zu der Dame in seinem Arm. Saber und Sincia tauschten erstaunte Blicke aus, lächelten den Beiden aber entgegen. “Das ist Chloé Chalee!” stellte Commander Eagle vor. Der Name klingelte förmlich in den Ohren. “Und das hier sind Saber Rider und die Star-Sheriffs, Saber Rider mit seiner Verlobten Sinicia, Colt ebenfalls leiert mit Robin und Fireball seinerzeit Rennfahrer und meine bezaubernde Tochter April!” Chloé lächelte April entgegen: “Ravi de vous rencontrer (Schön dich kennenzulernen) meine Liebe, ich habe schon viel von dir gehört, fast schon zu viel!”, begrüßte Chloé mit einem sehr festen französischen Akzent die Tochter des Commanders, streckte ihr ihre Hand lasziv entgegen und lachte erheiternd auf. April überhörte gekonnt den letzten Teil von Chloés Satz und lächelte der Frau entgegen. Obwohl ihr gerade so viel auf der Zunge lag, würde sie es nie wagen ihren Vater hier jetzt bloßzustellen. Doch was hatte das eigentlich zu bedeuten? Sie schaute völlig perplex zwischen Chloé und ihrem überglücklichen Vater hin und her. Langsam streckte auch sie ihre Hand der mittelblonden Frau entgegen, um sie zu begrüßen, was April fast vorkam wie die Geste einer Königin. Sollte sie da jetzt noch einen Knicks zu machen? “Es ist schön Sie kennenzulernen und ich freue mich, dass Sie heute Abend die Begleitung meines Vaters sind!” sagte April so formell sie konnte. Chloé lachte und sah Charles dabei entgegen, während sie ihm kurz über die Brust strich: “Heute!” kam es von ihr besonders betont und reichte ihre Hand weiter. April blickte vorsichtig in die Runde ihrer Freunde, die Chloé jetzt ebenfalls begrüßten.</p>
<p>“BonBon, welch ein erfreuliches Kennenlernen!” versuchte sich Colt in seinem besten Französisch und hatte Mühe seinen Blick nicht abschweifen zu lassen, sondern an Chloés Augen festzumachen. Ein erneuter brennender Schmerz stieg diesmal von seinem Hintern auf. Robin hatte ihn doch tatsächlich gekniffen. Colt ließ von Chloé ab und sah seine Frau erste einmal vollkommen entsetzt an. Robins Blick erzählte ihm, was sie von der Sache hielt.</p>
<p>“Ich bin erfreut Sie kennen zulernen Misses Chloé Charlee!” begrüßte der Schotte die Dame an der Seite seines Commanders. “Chloé lächelte den Schotten entgegen: “Ganz meinerseits, aber nennen Sie mich doch Mademoiselle Chloé!”, berichtigte sie Saber charmant. Saber war für einen kleinen Moment sprachlos, lächelte der Frau vor sich aber weiterhin freundlich entgegen: “Natürlich gerne! Mademoiselle Chloé.”</p>
<p>Eagle lächelte, verabschiedete sich aber auch sofort schon wieder: “Entschuldigt, doch wir müssen noch König Jarred begrüßen!” erinnerte sich Charles, den wichtigsten Bündnispartner konnte und durfte er nicht warten lassen. Chloé winkte den Helden und den Damen zu und wandte sich noch einen Moment April zu: “Et que les choses soient claires, April! Maintenant, c'est fini papa par-ci, papa par-la!” (Und damit eins klar ist, April! Jetzt ist Schluss mit Daddy hier - Daddy da!) säuselte sie freundlich der Tochter des Commanders zu, der sich aber schon wieder in einem neuen Gespräch befand. Sie wandte sich danach langsam ab und hackte sich wieder wie selbstverständlich in seinen Arm ein. April sah der Frau mit leicht geöffneten Mund nach. Die Welt und sie herum schien gerade stillzustehen.<br /> </p>
<p>“Na, da lässt aber jemand ganz schön tief blicken!” holte sie die Stimme ihres Freundes wieder zurück ins hier und jetzt. April zog ihre Augenbrauen zusammen und sah Fireball neben sich wütend an. Colt, der seinem Freund nickend zustimmte, hörte, als er den Blick der Blondine sah, sofort damit auf. “Ups!” kam es erschrocken vom Rennfahrer und zog seinen Kopf ein.</p>
<p>Saber trat etwas hervor: “Eine sehr attraktive Dame!” kam es jetzt auch noch vom Schotten. Robin stemmte ihr Hände in die Hüften. “Sagt mal!” hörte man von Sincia. “Was ist denn Ladies? Lasst ihn doch auch mal Spaß haben, er ist auch nur ein Mann der …” weiter kam der Cowboy nicht, die Kopfnuss von April saß. “Was ist denn los April?” fragte Fireball, der die Reaktion gerade etwas übertrieben fand. “Was los ist, fragst du?!” wiederholte April. Sie konnte gerade nicht fassen, dass ausgerechnet Fireball gerade nicht wusste, was hier los ist. “Hey, wartet jetzt mal!” stellte sich Robin zwischen die beiden. “Warten wir erst einmal ab!” stiftete die Lehrerin erst einmal Frieden im beschwichtigenden Ton. “Genau, gönn es deinen Vater!”, brach der Cowboy diesen auch gleich wider.</p>
<p>“Sagt mal, ihr denkt wohl auch nur mit einem Körperteil?!” mahnte Robin, die sich durchaus vorstellen konnte, was die Jungs nur gesehen hatten. “Ach, ist das ein Wunder?!” fiel Colt darauf seiner Liebsten ins Wort: “Wer verlangt denn, dass wir stundenlang kaum Luft bekommen? Da kommt doch kein Sauerstoff mehr in die Synapsen, kommt der doch nicht mehr!” sprach er ein wenig aufgebracht, um sich und seine Freunde zu verteidigen. Saber legte dem weiblichen Star Sheriff freundschaftlich die Hand auf ihre Schulter: „Komm, wir wollen uns doch davon jetzt nicht den schönen Abend verderben lassen“, redete er sanft auf sie ein „unseren Abend“ betonte er noch und warf den anderen einen mahnenden Blick zu. Robin schloss sich Saber, Sincia und April an. Colt und Fireball bleiben zurück und atmeten erste einmal tief ein.<br /> </p>
<p>“Feuer hat sie ja!” kommentierte Fireball. Colt nickte: “Ja und die Kurven an der richtigen Stelle!” Der Rennfahrer sah Colt fragend an: “Ich meinte Robin!” Colt setzte sich seinen Hut auf und räusperte sich: “Ja, ich doch auch, meinte ich!” und lief schnell seiner Robin nach. Fireball sah sich um: “Oh man, das kann ja noch was werden!” murmelte er vor sich und folge den Anderen.<br /> </p>
<p>Was durch die Aufregung niemand bemerkt hatte, war das süffisante und äußerst zufriedene Lächeln, das Chloés Gesicht zierte, die ihren Kopf nochmals zu der Gruppe junger Leute gedreht hatte. Während sie eng – Arm in Arm – neben dem Commander stand, der sichtlich in ein Gespräch mit dem König und dessen Sohn vertieft war.</p>
<p>“Magnifique!” flüsterte sie.</p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/">Fan-Fics</category>                        <dc:creator>April_Eagle_Wilcox</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="true">https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/nouvel-amour/</guid>
                    </item>
				                    <item>
                        <title>Fundsachen im Web</title>
                        <link>https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/fundsachen-im-web/</link>
                        <pubDate>Sun, 14 Apr 2024 20:51:31 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Howdy Zusammen,
ich bin für meine aktuelle Storyline (Spezial, Ramrod and the Star Sheriffs) gerade auf der Suche nach einem realen Vorbild für Fireballs »Familiensportwagen«. Für eine älte...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Howdy Zusammen,</p>
<p>ich bin für meine aktuelle Storyline (Spezial, Ramrod and the Star Sheriffs) gerade auf der Suche nach einem realen Vorbild für Fireballs <em>»Familiensportwagen«.</em> Für eine ältere Storyline, die in den 1980iger Jahren spielte, hatte ich den <a title="Dodge Omni" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dodge_Omni" target="_blank" rel="noopener">Dodge Omni</a> ins Auge gefasst - ein netter kleiner amerikanischer Kompaktwagen.<br />Das darauf basierende Sportcoupé <a title="Dodge Omni024" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dodge_Omni_024" target="_blank" rel="noopener">Dodge Omni 024</a> fand ich optisch auch ganz nett. Dieses Fahrzeug inspirierte mich daraufhin zum "Fumatzu Dino" - die <strong>Fumatzu Motors Company,</strong> produziert bei mir alles Autos, Nutzfahrzeuge, Motorräder und sogar Flugzeugzeuge, Helikopter. </p>
<p>Aber als Familiensportwagen noch nicht ganz optimal. Ich wollte Fireball und April nicht umbedingt einen Van andichten. Mir schwebte mehr was in die Richtung Kombi vor. Dabei bin ich zufällig über den <a title="Dodge Colt" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dodge_Colt" target="_blank" rel="noopener">Dodge Colt</a> gestolpert. Hierbei handelt es sich um das baugleiche Fahrzeug des allseits bekannten »Mitsubishi Colt«, in Nordamerika wurde er allerdings unter der Marke Dodge vertrieben, beziehungsweise gehören sowohl Misubishi wie Dodge zum Cryssler Automobilkonzern - aber das nur am Rande. Auf jeden Fall bin ich hier fündig geworden! Bei uns als Misubishi Space Wagon bekannt, wurde das baugleiche Fahrzeug in Nordamerika als <strong>"Colt Wagon"</strong> vertrieben &#x1f609; </p>
<p>Viele Grüße<br />Manu</p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/">Fan-Fics</category>                        <dc:creator>Anonym 58</dc:creator>
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                    </item>
				                    <item>
                        <title>Was lest ihr gerne und was nicht?</title>
                        <link>https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/was-lest-ihr-gerne-und-was-nicht/</link>
                        <pubDate>Wed, 10 Apr 2024 19:02:13 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Ich dachte, ich eröffne mal solch ein Thema mal.
Ich bin in einigen Schreibforen unterwegs und dieses Thema ist dort das spannendste. Leider gibt es soetwas im SR Universum noch nicht.
 
...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Ich dachte, ich eröffne mal solch ein Thema mal.</p>
<p>Ich bin in einigen Schreibforen unterwegs und dieses Thema ist dort das spannendste. Leider gibt es soetwas im SR Universum noch nicht.</p>
<p> </p>
<p>Ich fange einfach mal an.</p>
<p>Ich kam durch Yuma-City mit dem Thema FF’s in Kontakt, wusste gar nicht, was mich erwartet, als ich mir hier damals eine heruntergeladen hatte. Tja und was soll ich sagen: Ich habe es geliebt. Anfangs waren es alle Schnulzen rund um Fireball und April, aber ab einem gewissen Alter, wurde es dann langweilig, weil es eben immer fast dasselbe war, und man wusste, wie es endet. </p>
<p>Danach kamen Action und auch Darkfics bis hin zu Erotik.</p>
<p>---</p>
<p>Wichtig geworden ist mir die Entwicklung, keine steifen Charaktere, die kontinuierlich bis zum Schluss gleich bleiben. Dabei ist es egal, in welche Richtung es geht. Provokant darf es gerne sein. Aber auch einfach mal eine Story, die aus dem Leben gegriffen ist.</p>
<p> </p>
<p>(wird fortgesetzt)</p>
<p> </p>
<p> </p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/">Fan-Fics</category>                        <dc:creator>Anonym 14</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="true">https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/was-lest-ihr-gerne-und-was-nicht/</guid>
                    </item>
				                    <item>
                        <title>Fanfic: Burn Notice</title>
                        <link>https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/fanfic-burn-notice/</link>
                        <pubDate>Sat, 23 Mar 2024 20:47:10 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Howdy Zusammen!
Falls jemand von Euch die Fernsehserie &quot;burn notice&quot;zufällig kennt. Die Saber Rider and the Star Sheriffs Episode &quot;Das Duell&quot; inspirierte mich schon länger zu einer kleinen ...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Howdy Zusammen!</p>
<p>Falls jemand von Euch die Fernsehserie <strong>"burn notice"</strong> <a title="burn notice" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Burn_Notice_(Fernsehserie)" target="_blank" rel="noopener">https://de.wikipedia.org/wiki/Burn_Notice_(Fernsehserie)</a> zufällig kennt. Die Saber Rider and the Star Sheriffs Episode <em>"Das Duell"</em> inspirierte mich schon länger zu einer kleinen Parodie auf burn notice, wenn man es so nennen kann, mit Timothey Dooley als Hauptfigur. Ist erst mal "nur" das Serienintro im Saber Rider Stil. Idee für eine Story habe ich bisher nicht! Aber wenn, denke ich mal, dann wird sie im Kontext von <strong>"Spezial, Ramrod and the Star Sheriffs"</strong> umgesetzt (also meiner aktuellen Fanfiktion-Storyline die 12 Jahre nach dem Ende von SRatSS ansetzt).</p>
<p>Viele Grüße<br />ManuB</p>
<p> </p>
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<p id="E59" class="x-scope qowt-word-para-0"><strong>DISCLAIMER:</strong><span> Bei dem hier veröffentlichten Werk handelt es sich ausschließlich um Fanart, diese dient keinem kommerziellen Zweck! Die entsprechenden Urheber- und Markenrechte liegen bei den jeweiligen Firmen und Künstlern. Die Handlungen, Charaktere und Orte wurden von realen Personen (lebend oder tot), wahren Ereignissen und realen Orten inspiriert, sind aber weitgehend frei erfunden. Ähnlichkeiten sind eher zufällig! </span></p>
<p id="E62" class="x-scope qowt-word-para-1"> </p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://www.yuma-city.de/forum/fanfics-forum/">Fan-Fics</category>                        <dc:creator>Anonym 58</dc:creator>
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