Reihenfolge-Wirrwarr
Ein großes Manko der amerikanischen Version ist die Reihenfolge der Episoden: Mal gilt Commander Eagle als entführt, dann ist er wieder da, als ob nichts gewesen wäre, und etwas später wird wieder nach ihm gesucht. Desweiteren gibt es Folgen mit Gattler, die nach seinem letzten Auftritt in „Das Alkalit“ (
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34) ist aber nach der amerikanischen Reihenfolge zehn Episoden früher platziert, was Sabers Aussage unlogisch macht.
Nach der japanischen Reihenfolge hat Gattler in „Das Alkalit“ (
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29) seinen letzten Auftritt und Commander Eagle wird in „Peacekeeper 7 meldet sich nicht“ (
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33) entführt.
| Erklärung | ||
|---|---|---|
| 14 | What Did You Do on Your Summer Vacation? | Eagle wird als vermisst gemeldet |
| 15 | Jesse Blue | Jesse Blue überführt Eagle zu den Outridern |
| 16 | Showdown at Cimarron Pass | Eagle ist nicht entführt (bis zur Episode |
| 25 | Gattler’s Last Stand | Gattler wird getötet |
| 27 | The Hole in the Wall Gang | Gattler ist wieder da |
| 37 | Born on the Bayou | Auch eine Gattler-Folge |
| 38 | April Rides | Eagle ist wieder entführt |
| 41 | The Amazing Lazardo | Wieder eine Gattler-Folge |
| 42 | I Forgot! | Nochmal Gattler |
Warum gibt es so ein Durcheinander bei der amerikanischen Reihenfolge? Ein gutes Storyboard ist auf eine logische Reihenfolge der Episoden angewiesen. Das sollte bei der Produktion immer im Auge behalten werden. Auch in der englischen Originalfassung von „Der Überläufer“ spricht Saber in seinem Eingangsmonolog von einer endgültigen Bezwingung Gattlers. Das weist darauf hin, dass man ursprünglich die japanische Reihenfolge auch für Saber Rider beibehielt. Tatsächlich wurden die Episoden später aber in einer durcheinandergewürfelten Reihenfolge im US-Fernsehen ausgestrahlt. Die Lösung wäre gewesen, wenn man die japanische Reihenfolge übernommen und die sechs eigenproduzierten Folgen sinnvoll einsortiert hätte. So wie es später auch bei der deutschen DVD-Veröffentlichung gemacht wurde.
Vermutlich hatte WEP das auch so beabsichtigt. Jedoch war „Saber Rider and the Star Sheriffs“ eine syndizierte Serie. Das bedeutet, dass sie von lokalen Fernsehsendern ausgestrahlt wurde und nicht von einem großen nationalen Netzwerk. Die lokalen Sender nahmen sich die Freiheit, die Episoden in beliebiger Reihenfolge zu zeigen. WEP konnte nur darauf hoffen, dass zumindest die ersten paar und die letzten Folgen zusammenhängend ausgestrahlt wurden, aber man konnte es den Sendern nicht vorschreiben. Viele Kinderserien aus der damaligen Zeit bestanden zum Großteil aus abgeschlossenen Einzelfolgen (z.B. He-Man, Bravestarr, Ghostbusters), so dass die Fernsehsender bei der Ausstrahlung keinen Wert auf eine korrekte Reihenfolge legten.
Welche Reihenfolge man bei WEP aber während der Produktion zugrunde legte, ist bis heute nicht bekannt.
Andere Theorien über die durcheinandergebrachte Reihenfolge sind zwar interessant, aber nicht nachgewiesen. Darunter zählt die Vermeidung einer „Blockbildung“ der Antagonisten zueinander, indem z. B. Gattler auch wieder in späteren Folgen zu sehen war. Oder aus Marketinggründen der Vorzug des Abwechslungsreichtums der Charaktere gegenüber einer logischen Reihenfolge.
Die angedeutete Lovestory zwischen Saber und April
Wenn man die von WEP nachproduzierten Folgen anschaut, besonders die Folge „Die Highlander“ (
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20), erkennt man, dass sich April zu Saber hingezogen fühlt. April folgt Saber heimlich in seine Heimat, in die Highlands. Saber bemerkt es, überrascht sie und stellt sie zur Rede, warum sie ihm gefolgt ist. Darauf weicht sie aus: „Das bin ich auch nicht, sondern Nova. Sie hatte Sehnsucht nach Steed, dem alten Schlachtross!“ In einer anderen Szene rettet Saber April vor einem herabstürzenden Kronleuchter über ihrem Bett, indem er sie flugs in seine Arme nimmt und in Sicherheit bringt. Saber geht auf Aprils schmachtende Worte („Du hast mir das Leben gerettet“) nicht ein und lässt sie wieder plump zurück aufs Bett fallen, nachdem die Gefahr gebannt ist: „Zum Schmusen kommen wir später!“ April leicht frustriert: „Warum laufen dir die Mädchen nach … watt biste charming!“ Es entwickelt sich zwar nicht direkt eine Liebesgeschichte, aber man wird das Gefühl nicht los, dass WEP etwas in diese Richtung bezwecken wollte. In einer anderen Episode, „Jesses Rache“ (
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27), sagt Jesse im Kampf gegen Saber: „Mein Rivale!“ Darauf Saber: „Er ist eifersüchtig wegen April!“
Wollte WEP also eine Liebesbeziehung zwischen Saber und April einbauen? „Nein“, sagt Executive Story Editor Marc Handler, „das war nie unsere Absicht.“ Die Zuschauer waren zu jung, um sich dafür zu interessieren. Vielmehr hat man es als Bereicherung für die Geschichten gesehen. Man wollte mit der angedeuteten Romanze zum Nachdenken anregen, um sich zu fragen: Was wäre, wenn …? Die Frage sollte aber nie aufgelöst werden.
Abgesehen davon wäre es auch sehr aufwendig gewesen, die Liebesbeziehung bis zum Ende der Serie aufrechtzuerhalten. Praktisch jede Folge hätte geändert werden müssen, da sich in den Originalfolgen Fireball und April näherkommen und ein Paar werden. Die Änderungen hätten jedes Budget gesprengt. So bleibt die Idee nicht als gescheiterter Versuch in der Serie zurück, sondern nur als launige Spielerei des Entwicklerteams.
Die Yuma/Alamo-Verwechslung
Die beiden Planeten Yuma und Alamo spielen in SRatSS wichtige Rollen: Auf Yuma befindet sich das Hauptquartier des Kavallerie-Oberkommandos, Alamo gehört zum Königreich Jar1. Die beiden Systeme sind anfangs seit 15 Jahren miteinander verfeindet, erst im Laufe der Serie entwickelt sich wieder eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Wie kann es dann sein, dass sich das Ausbildunsglager des Kavallerie-Oberkommandos auf Planet Alamo befindet? Der Fehler hat sich erst zum Schluss der Serie eingeschlichen: In der Episode „Der Waffenstillstand“ (
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47) wird Ramrod zur Demontage nach Alamo geflogen. Während der Begleitung des letzten Ramrodfluges erinnert sich Jesse Blue an seine Kadettenzeit, beim Anblick von Alamo: „Hier war ich stationiert, als ich noch Kadett bei den Star Sheriffs war …“ Nebenbei stellt sich die nächste Frage, warum Ramrod nach Alamo geflogen wird. Das würde bedeuten, dass er auch schon im verfeindeten Königreich Jar gebaut wurde. Daraufhin sieht man die Kommandozentrale, die eigentlich auf Yuma ist, gleich danach wird die Demontagehalle eingeblendet, in der Ramrod steht.
Der „Fehler“ hat damit zu tun, dass im japanischen Original Ramrod zur Demontage auf die Erde geflogen wird und man bei Saber Rider mangels Planetenauswahl (da sich administrativ gesehen praktisch alles auf Yuma befindet) eigentlich nur Alamo nehmen konnte als einigermaßen bekannten Planeten. Auch hätte man schlecht Ramrod von Alamo nach Yuma fliegen lassen können, denn das hätte bedeutet, dass der Empfang für Commander Eagles Rückkehr im Königreich Jar stattgefunden hätte und nicht beim Kavallerie-Oberkommando. Später ist auch Eagles Büro zu sehen, und das kann sich auch nicht auf Alamo befinden.
In einer späteren Episode wird noch der Mond von Alamo zerstört oder zumindest „geröstet“. Zu diesem Zeitpunkt ist der Outriderplanet schon relativ nahe an Alamo herangekommen. Doch in der letzten Folge, „Das letzte Gefecht“ (
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1siehe die Lagebesprechung mit Commander Eagle in „Das Alkalit“ (
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Phantomzone

Mit der Phantomzone hat WEP einen Ort geschaffen, in dem sich die Outrider erneuern können. Sie kommen dorthin, wenn sie im Kampf geschlagen wurden oder auf eigenen Willen. Sie sterben also nicht und dieselben Wesen können beliebig oft in die menschliche Dimension zurückkehren.
Es ist verständlich, dass WEP diese Darstellung genommen hat, da sie SRatSS als Kinderserie konzipierten und der Tod kein Thema sein sollte. Storytechnisch hat sich WEP damit aber keinen Gefallen getan und bei dem einen oder anderen Plot sich selbst ein Bein gestellt.
Ein gutes Beispiel ist die Episode „Die Geiseln“ (
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Widersprüchliche Darstellung der Outrider
Wie schon auf der Seite „Unterschiede zu Sei Jushi Bismarck“ beschrieben, werden die Outrider oft als naiv, dümmlich, unbeholfen und lächerlich dargestellt. Diese von WEP verpassten Charakterzüge passen nicht zur Erzählung, dass die Outrider eine große Bedrohung für das Neue Grenzland sind und hochtechnologische Kampfroboter konstruieren können.
Des Weiteren verabscheuen sie Spaß (Jean-Claude in „Ein eiskalter Typ“,
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Ein weiteres Beispiel für emotionsfähige Outrider sieht man in der Folge „Das Red Wing Gefängnis“ (
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Jesse Blues Haarfarbe
Wie schon unter „Unterschiede zu Sei Jushi Bismarck“ erwähnt, hat man Jesse Blues Haar vom originalen Grün nach Blau umgefärbt. Allerdings hat man es in den eigenproduzierten Folgen „Das Kavallerie-Oberkommando“ (
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26) und „Jesses Rache“ (
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27) grün gemacht. Dass dieser Lapsus ausgerechnet in den Einführungsfolgen von Jesse Blue passiert, ist schon bemerkenswert.
Screenshots © PIERROT / under license to WEP LLC



